Am Freitag zunächst bei Regen im Seminarraum

Leider verhinderte das schlechte Wetter die geplante Exkursion auf den Karnin an der italienisch-slowenischen Grenze im Hochgebirge, sodass wir uns entschlossen haben, den gestrigen Besuch im Museum zum Ersten Weltkrieg in Kobarid zu reflektieren, einzuordnen und in eine geschichtliche Zeitleiste zu bringen.

Anschließend noch die organisatorischen Dinge wie immer am Ende der Seminare und die Seminarkritik.

Zum Abschluss wurde aus aktuellem Anlass des Krieges in der Ukraine noch das Lied von Reinhard Mey „Meine Söhne kriegt ihr nicht“ vorgespielt. Das Grüne Band überwindet Grenzen und ist ein Symbol für möglichen Frieden in Europa – leider ist der KRieg nach Europa zurückgekehrt 😦

Den Nachmittag konnten die Teilnehmenden dann auf eigene Faust verbringen. Alles waren natürlich nochmal an der Soca unterwegs und beeindruckt, wie sehr das Wasser nach dem gestrigen und heutigen Regen angestiegen ist und wie sich auch die Hänge beidseits des Tals verändert haben – kleinere Wasserfälle an Hängen, an denen vorher keine waren – Bachbetten mit viel Wasser, die Anfang der Woche noch ausgetrocknet waren – und ein Wasserfall, der sich seit Dienstag vervielfacht hat!

Am Abend dann noch ein gemeinsames Abendessen und morgen geht es dann wieder nach Hause.

Der Bildungsurlaub in den Julischen Alpen geht zu Ende – was für eine beeindruckende Region!

Am Freitag zunächst bei Regen im Seminarraum

Geschichte in Kobarid

Am Donnerstag sind wir nach Kobarid gefahren, wo wir uns zunächst auf den historischen Rundweg begeben haben. Unser erstes Ziel war das italienische Beinhaus auf dem Gradic, unterhalb der Kirche des heiligen Anton. Hierhin wurden 1938 die sterblichen Überreste von 7014 bekannten und unbekannten italienischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg fielen, von den umliegenden Militärfriedhöfen überführt.

Weiter ging es zur Soca, genauer gesagt zur 52 Meter langen Hängebrücke über die Schlucht, die an der selben Stelle errichtet wurde, an der sich schon vor dem ersten Weltkrieg eine Brücke befand.

Hinter der Brücke gab es einen Abstecher zum Slap Kozjak, einem sehr beeindruckenden Wasserfall in einer Höhle – ein sehr schönes Erlebnis.

Von hier ging es weiter zur Napoleonbrücke. Die alte Brücke wurde 1750 gebaut. Später maschierte Napoleons Armee darüber, weshalb sie ihren Namen erhielt. Im ersten Weltkrieg zerstörten die zurückziehenden österreichischen Soldaten die Brücke, die dann nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Anschließend waren es nur noch wenige hundert Meter zurück nach Kobarid.

Dort hatten wir Zeit, einen Kaffee zu trinken und die Stadt anzuschauen, bevor es dann zum Museum ging, wo die Ereignisse rund um die Isonzo-Front im Ersten Weltkrieg aufgearbeitet wurden. Hier hatten wir eine sehr spannende Führung mit einer deutschsprachigen Slowenin, die als „Gastarbeiterkind“ in Deutschland, genauer gesagt in Wiesbaden, geboten wurde und dann mit ihrem Mann zurück nach Slowenien gegangen ist.

Während wir im Museum waren, ging draußen ein Unwetter los, dass auch noch anhielt, als wir die Rückfahrt angetreten haben. Soviel Wasser, dass in vielen Wasserfällen von den Bergen kam oder auf der Starße stand, Hagel und immer wieder auch GHeröll auf der Straße machte die Rückfahrt zu einem echten „Erlebnis“. Der Höhepunkt war dann ein Felssturz, der den Verkehr zum erliegen brachte. Eine Stunde im strömmenden Regen samt Gewitter mussten wir in den Autos warten, bis schweres Gerät in Form eines Radladers anrückte und die Straße wieder machte – das hatten wir alle so noch nicht erlebt!

Was für ein Tag!

Geschichte in Kobarid

Italienscher Teil der Julischen Alpen

Am Mittwoch ging es nach Italien genauer gesagt in der Naturpark Julische Voralpen oder auf italienisch Parco naturale delle Prealpi Giulie. Am Treffpunkt wurden wir schon von Pierpaolo, Davide und Leonardo erwartet. Alle drei haben uns mit ihrem Fachwissen begeistert und den Tag über begleitet.

Das erste Ziel war ein alter Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges. Italien hatte nach dem zweiten Weltkrieg Konflikte mit Jugoslawien. Dieses wollte die Grenzregelung, die schon nach dem ersten Weltkrieg festgelegt wurde nicht akzeptieren. Deshalb errichtete Italien in den fünfziger Jahren Bunker entlang der Grenze, um diese zu überwachen und zu schützen. Ca. ein Drittel der damaligen italienischen Armee war nur hier an der Grenze zu Jugoslwien stationiert.
Heute dient der Bunker nur noch den Fledermäusen als Quartier. Die Bäume rundherum werden immer größer und von der damaligen Angst ist nichts übrig geblieben – stattdessen leben und arbeiten hier in der Region Slowenen und Italiener freundschaftlich zusammen. Ein tolles Beispiel grenzüberschreitender Veränderung und ein Beispiel für die Bedeutung des Grünen Bands Europa – Grenzen trennen, Natur verbindet!

Dann ging es weiter zum Sentiero Natura Valle Musi, dem Naturlehrpfad hier im Musital. Unterwegs erklärten uns unsere drei Begleiter die Besonderheiten der Natur und der Geschichte der Region. Pierpaolo ist für die Botanik zuständig – ihm ist vor allem die Schwarzkiefer wichtig, die hier der bestimmende Baum in der Region ist. Davide ist auf Fledermäuse und Vögel spezialisiert und gab uns hier viele interessante Informationen. Außerdem arbeite Davide für RETE Italiana Green Belt und hat uns unterwegs offene Wiesenflächen mit wenigen Bäumen gezeigt, die im Rahmen eines Projekts am Grünen Band frei gehalten werden sollen. Leonardo lebt hier im Tal und konnte uns vom Leben der wenigen Menschen, die mit ihm hier leben, berichten.

An unserem Ziel dem Rifugio Escursionistico Pian dei Ciclamini haben wir uns erstmal mit einem Getränk gestärkt und uns von unseren drei Begleitern verabschiedet. Auch an dieser Stelle noch mal vielen Dank für diese tolle, spannende Exkursion!

Italienscher Teil der Julischen Alpen

Dienstag die Soca abwärts, Käserei und Bovec

Heute ging es nach dem Frühstück zu Fuß den Soca-Trail von Trenta die Soca abwärts. Ein weiterer toller Weg mit vielen neuen Eindrücken, die erstmal verarbeitet werden wollen. Unterwegs gab es viele Informationen für die Teilnehmenden zum Karst, den verschiedenen Pflanzen und Lebensräumen, die wir gesehen haben.

Auch eine kurze Einheit zur Geschichte des Grünen Bandes durfte nicht fehlen. Direkt am Ufer der Soca, mit tollen Ausblicken in der Bergwelt rundum, gab es einen Abriss der Entwicklungen seit dem Paneuropäischen Picknick im August 1989.

Nach knapp acht Kilometern kamen wir dann an unserem Ziel in dem Ort Soca, einer kleinen aber feinen Schafskäserei an. Hier verbrachten wir die Mittagspause mit leckeren Käseproben aus der Käserei.

Nachdem wir die Autos in Trenta geholt hatten, ging es weiter zum Fort Kluze bei Bovec. Hier konnten die Teilnehmenden die Ausstellung zum Fort insbesondere im Ersten Weltkrieg auf eigene Faust besuchen und ihre Eindrücke austauschen. Dieses Thema wird uns auf jeden Fall am Donnerstag in Kobarid noch einmal beschäftigen.

Zum Abschluss des Tages ging es dann noch an den höchsten Wasserfall Sloweniens – den Slap Boka mit über einhundert Metern Höhe.

Dienstag die Soca abwärts, Käserei und Bovec

Der Montag in den Julischen Alpen verging wie im Flug

Nachdem gestern alle Teilnehmenden gut in Trenta angekommen waren, haben wir uns im Seminarraum getroffen und nach einer kurzen Vorstellungsrunde – die meisten der Teilnehmenden waren schon häufiger gemeinsam mit uns am Grünen Band unterwegs – das Programm für die einzelnen Tage vorgestellt. Hier hat sich kurzfristig noch das ein oder andere verändert und bleibt auch aufgrund der nicht so guten Wettervorhersage für die zweite Wochenhälfte noch etwas offen.

Anschließend hatten wir für alle ein Abendessen in der Pizzeria neben dem Infozentrum reserviert, so dass wir in geselliger Runde den ersten Abend verbringen konnten.

Heute starteten wir dann nach dem Frühstück mit einer kleinen Einführung zum Grünen Band Europa, bevor wir dann mit Edvin Kravanja, einem Mitarbeiter des Nationalparks verabredet waren. Edvin hat uns durch die Ausstellung im Infozentrum geführt und sehr spannend die Arbeit des Nationalparks auch die Kooperation mit dem italienischen Naturpark Julische Voralpen beschrieben. Ganz besonders hat uns Edvin mit seinen Erzählungen über die enge Kooperation des Nationalparks mit dem Naturpark Taunus überrascht.

Nach gut eineinhalb Stunden haben wir uns von Edvin verabschiedet, um zu unserem Nachmittagsprogramm aufzubrechen. Wir fuhren zum Parkplatz unterhalb der Soca-Quelle, um von dort über einen steilen Anstieg inklusive Klettersteig und Stahlseil bis zum Quelltopf der Soca hochzusteigen. Ein toller Weg und am Ziel angekommen mit noch faszinierenderen Bildern der Quelle!

Wieder am Parkplatz angekommen ließen wir die Autos dort stehen und machten uns zu Fuß auf die Soca abwärts Richtung Trenta. Immer entlang der Soca, die hier im Nationalpark nicht das grüne aber das blaue Band bildet, ging es bergab – das Rauschen der Soca und die Schönheit der Landschaft als Begleiter.

Nach einem Picknick unterwegs mit tollem Panoramablick ging es weiter. Von einem beeindruckenden Seitental – der Korita Mlinarice – waren wir alle sehr begeistert. Wieder an der Soca ging es weiter bergab. Unterwegs haben wir noch die Sauberkeit des Wassers getestet. Unter den Steinen fanden wir Larven von Stein- und Eintagsfliegen, was darauf schließen lässt, dass die Soca hier wirklich allersauberstes Wasser hat.

Zum Abschluss des Tages haben wir kurz vor dem Ende unserer Wanderung noch ein paar Übungen zum soziometrische Positionieren gemacht, mit denen sich die Teilnehmenden noch etwas besser kennen lernen konnten.

So geht der erste beeindruckende Tag in dieser wundervollen Landschaft in den Julischen Alpen zu Ende – so kann es sehr gerne weitergehen!

Der Montag in den Julischen Alpen verging wie im Flug

Wir Teamer sind schon in Trenta an der Soca angekommen…

… und freuen uns auf den Start morgen in den Bildungsurlaub in den Julischen Alpen!

Hier schon mal unsere ersten Eindrücke von der näheren Umgebung:

Außerdem noch ein Blick auf das Wetter

Wir wünschen den Teilnehmenden auch eine gute Anreise und freuen uns, euch morgen hier in Trenta begrüßen zu können.

Wir Teamer sind schon in Trenta an der Soca angekommen…

Zum Abschluss am Freitag in den Murauen bei Bad Radkersburg

Am Freitag Vormittag waren wir mit Andreas Breuss in Bad Radkersburg verabredet. Dort wollte uns Andreas die Besonderheiten der Murauen zeigen. Andreas ist hier direkt aufgewachsen und er wohnt und andere Mitglieder seiner Familie wohnen noch immer hier direkt an den Murauen. Auch ein Teil des noch erhaltenen Auwalds gehört ihm und er pflanzt jedes Jahr wieder neue Bäume, um diesen einzigartigen Lebensraum zu erhalten. Besonders haben uns seine Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend begeistert, die er hier erlebt hat.

Nach drei spannenden Stunden verabschiedeten wir uns von Andreas und setzten uns in einem Café zusammen, um dort die Seminarreflexion und -kritik zu machen. Anschließend haben wir die ersten vier Teilnehmenden verabschiedet, die heute schon abreisen wollten. Die übrigen Teilnehmenden konnten dann auf eigene Faust die Region erkunden.

Am Abend stand zum Ausklang der Bildungsurlaubswoche noch der Besuch des Weinhofs Neubauer auf dem Programm. Hier wurden wir von Robert und seinem Vater empfangen. Robert zeigte uns den Betrieb und es gab schon mal den ein oder anderen Wein zum Probieren. Dann hatten die Neubauers eine typisch steirische Jause für uns vorbereitet mit Verhackertem, Leberwurst, Geselchtem, Schinken, Käse, Welchwürsten und natürlich dem frisch geriebenen Kren. Selbstverständlich gab es auch hier noch den ein oder anderen Wein mit dem wir die Seminarwoche austrudeln lassen konnten.

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine gute Heimreise bzw. für alle, die noch ein paar Urlaubstage dranhängen eine gute Weiterreise!

Bis zum nächsten Seminar am Grünen Band Europa!

Zum Abschluss am Freitag in den Murauen bei Bad Radkersburg

Am Donnerstag in Ungarn und auf „Stankas Schloss“

Am Donnerstag ging es nach dem Frühstück mit den Autos nach Ungarn genauer gesagt nach Őriszentpéter zum Infozentrum des Nationalparks Örzég. Dort wurden wir bereits von Csaba und Istvan zwei Mitarbeitern des Nationalparks erwartet. Zunächst führten sie uns durch das kleine, recht anschauliche Infozentrum.

Anschließend fuhren wir dann mit fünf Geländewagen des Nationalparks in ein Wildnisgebiet auf „Safari“ mit Wisenten und Przewalski-Pferden – ein für alle unerwartetes und einmaliges Erlebnis!

Während unserer Mittagspause in dem leckeren ungarischen Restaurant „Bognár Étterem“ in Őriszentpéter konnten wir uns über unsere Eindrücke austauschen.

Danach ging es zurück zunächst nach Slowenien, zum Schloss Grad, dem Sitz des Naturparks Goričko. Hier wartete Stanka schon auf uns, um uns „ihr“ Schloss zu zeigen – ein wirklich imposanter Arbeitsplatz! Auch eine kleine Ausstellung zum Europäischen Grünen Band konnten wir uns hier anschauen.

Dann hieß es Abschied nehmen von Stanka und Slowenien – nochmal vielen Dank an Stanka, die das Programm mit ihren Kontakten in der Region super zusammengestellt und uns alle mit ihrem Engagement wirklich sehr begeistert hat!

So geht ein weiterer Tag mit tollen Eindrücken im Dreiländereck zu Ende.

Am Donnerstag in Ungarn und auf „Stankas Schloss“

Am Mittwoch wieder in Slowenien unterwegs

Los ging es in Murska Sobota im dortigen Museum im Schloss zur Geschichte der Region. Hier hatten wir eine spannende Führung mit vielen Informationen zum Leben hier jenseits der Mur und zur Geschichte des Schlosses.

Anschließend ging es weiter nach Petanjci an der Mur. Hier warteten schon Simon und seine zwei Skipper von Mura Rafting auf uns. Nach einem Picknick zur Stärkung ging es dann los. Mit zwei Schlauchbooten fuhren wir die Mur abwärts. Unser Zwischenziel war die alte Babic Mühle in Veržej. Diese alte Wassermühle funktioniert bis heute mit der einfachsten Mechanik und alleine mit einem großen Wasserrad, das sich auf einem schwimmenden Ponton in der Mur dreht.

Nach einer Pause ging es dann weiter zu unserem Ziel der Liebesinsel bei Ižakovci. Hier wurden die beiden Boote aus dem Wasser geholt und die Autofahrer fuhren mit Simon zurück, um die Autos zu holen.

Nach einem Tag mit vielen interessanten und spannenden Eindrücken fuhren wir dann zurück ins Hotel in Tieschen.

Am Mittwoch wieder in Slowenien unterwegs

Noch vier Tage bis zur Anreise in die Julischen Alpen

Heute wollen wir euch noch unsere Unterkunft vorstellen:

Untergebracht sind wir in zwei Häusern des Nationalparks Triglav in Trenta direkt an der Soca. Ein Teil der Gruppe wohnt in der Trenta Lodge, die restlichen Teilnehmenden im nahegelegenen Infozentrum des Nationalparks Dom Trenta. Untergebracht sind wir in Einzel-, Doppelzimmern und Appartements.

Hier die Links zu beiden Häusern:

https://www.tnp.si/en/visit/in-natures-heart/trenta-lodge/

https://www.tnp.si/en/visit/in-natures-heart/trenta-apartments/

Noch vier Tage bis zur Anreise in die Julischen Alpen