2019 finden zwei neue Seminare am Grünen band Europa statt!

Hier die Ausschreibungen:

Anmeldungen nehmen wir ab dem 19.11.2018, ca. 7.30 Uhr entgegen. Dann ist das Seminar auch online auf unserer Internetseite abrufbar unter

https://www.dgb-bildungswerk-hessen.de/cms/front_content.php?idart=225&ansicht=monate

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2019 finden zwei neue Seminare am Grünen band Europa statt!

Rund um die Lange Lacke am Freitag…

… und weitere spannende Programmpunkte.

Nach dem Frühstück gging s mit Ruth, einer weiteren Nationalparkführerin, auf eine Radexkursion zur Langen Lacke, der größten seefernen Lacken in der Region.

Heute standen nach den vielen Vogelbeobachungen der letzten Tage mehr die Pflanzen und der besondere Lebensraum rund um die Lacken im Mittelpunkt der Exkursion. Wobei man hier in der Region natürlich auf die Beobachtung von Vögeln nicht ganz verzichten kann und will – so vielfältig ist die Vogelwelt rund um den Neusiedler See!

Erste Station war der Darscho, eine ehemaligen Lacke, die inzwischen zu einem See geworden ist, in dem Fische leben, dessen Wasserstand bewusst konstant  gehalten wird und der nicht zum Nationalparkgebiet gehört, so dass wir hier sogar mal ein kleines Stück reingehen konnten. Wenn alle anderen Lacken im Sommer ausgetrocknet sind, haben gerade die Wasser- und Watvögel hier einen letzten Rückzugsort.

Dann ging es weiter zur Langen Lacke mit ihren Nachbarlacken. Hier spielte das die Flora die Hauptrolle. Ruth erklärte uns die unterschiedlichen Spezialisierungen der verschiedenen Pflanzen, die sich auf den Lebensraum salzige Steppe mit Beweidung eingestellt haben. In Erinnereung werden uns hier sicher der dornige Hauhechel und das Feldmannsttreu bleiben, Aber auch Salzsteppenwermut, Gelbe Witwenblume, Zypressenwolfsmilch, Österreichischer Lein und der Teufelszwirn haben uns alle beeindruckt.

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Am Ende der Tour um die Lange Lacke haben wir uns dann von Ruth verabschiedet und die Mittagspause im dortigen Nationalparkstübl verbracht.Anschließende dann die Abschlußrunde des offiziellen Seminarprogramms mit Feedback.

Um halb vier stand dann noch, für alle die Lust hatten, ein Besuch der Biologischen Staion auf dem Programm. Babara, die wir schon letztes Jahr kennen lernen durften, hat uns eingeladen bei der Vogelberingung zuzuschauen. Das war wieder sehr spannend und informativ. Vielen Dank nochmal 🙂

Am Abend stand dann noch die Besichtigung des Weinbaubetriebs Nekowitch auf dem Programm – natürlich mit Weinprobe und Jause – ein schöner Abschluß einer wundervollen  Seminarwoche mit vielen neuen Eindrücken, die sich jetzt erstmal setzen und verarbeitet werden müssen.

Nochmal vielen Dank an die tolle Seminargruppe, die externen Referenten, die Nationalparkführer_innen und an das Hotel Johannes Zeche, wo wir uns wieder sehr wohlgefühlt haben. Besonderer Dank geht an Alois Lang, dessen Wissen über die Region uns alle begeistert hat. Ohne ihn wäre das alles hier so nicht möglich gewesen.

Der Abschied fällt diesmal besonders schwer, weil wir wissen, dass wir im nächsten Jahr nicht wiederkommen werden. Wir wollen am Grünen Band Europa weiterziehen, werden aber sicher immer an die drei tollen Seminare in den letzten Jahren zurückdenken 🙂

Rund um die Lange Lacke am Freitag…

Donnerstag – unterwegs im ungarischen Teil des grenzüberschreitenden Nationalpark

Der ungarische Teil des Nationalparks Fertöd/Hansag war heute das Ziel nach dem  Frühstück. In Begleitung von Alois Lang ging es mit einem Neunsitzer-Bus und drei PKWs über Andau nach Ungarn in den östlichen Teil des dortigen Nationalparks. Hier war unser erstes Ziel ein Aussichtspunkt auf eine Renaturierungsfläche in der Kernzone des Hansag.

Alois erklärte uns die Besonderheiten dieses ehemaligen Niedermoorgebiets, das jetzt seit vielen Jahren renaturiert wird. Hier war wieder ein toller Platz zur Vogelbeobachtung. Neben Scharen von Graugänsen konnten wir Silber- und Graureiher, Kibitze und Seeadler bestaunen. Ein Seeadler hatte es sich zu unserer Freude auf einem toten Baum bequem gemacht und lies sich hervorragend beobachten.

Von hier ging es ein Stück weiter in einen anderen Teil der Kernzone, den wir auch schon vorr zwei Jahren besuchen konnten. Hier standen die Bienenfresser im Mittelpunkt unserer Beobachtungen.

Aber auch der schöne Erlenbruchwald kurz vorher war sehr beeindruckend!

Da die Zeit inzwischen schon etwas fortgeschritten war und sich so langsam Hunger und Durst ankündigten, ließen wir die Infostelle zum Hansag links liegen und fuhren direkt nach Fertöd. Dort wartete nach einer kleinen Runde durch den Park des dortigen Schlosses der Familie Esterhazy dann ein leckeres ungarisches Essen auf uns.

Nach der Stärkung ging es weiter über den Nationalparkhof Lazlomajor zur Schleuse am sogenannten Einserknal, mit dem bei Hochwasser der Neusiedler See in Richtung Donau entwässert  werden kann. Auch hier hatten wir noch einmal ein paar Minuten die Möglichkeit am dortigen Seevorgelände nach den Vögeln zu schauen -Säbelsschnäbler, Stelzenläufer und Löffler waren hier besondere Arten zum Bestaunen.

Das war aber noch nicht der letzte Programmpunkt für heute – Alois hatte noch eine Einladung zu einem aktuellen Ausgrabungsprojekt im Seewinkel südlich von Podersdorf, zu der wir ihn mit der ganzen Gruppe begleiten durften. Hier wurden wir vor Ort über die Ausgrabungen über Siedlungen aus dem 3. Jahrhundert, der Zeit des römischen Kaiserreichs, informiert. Scchon seid vier Jahren graben die Archäologen hier in der Gegend nach Überrestn von Besiedlungsnachweisen. Jedes Jahr überzeugen sie einzelne Bauern, Teile ihrer Felder nicht zu bewirtschaften, damit sie drei Wochen Zeit haben zu graben. Das war für uns alle sehr spannend und für die meisten eine ganz neue Erfahrung.

So geht auch dieser Tag bei heißem Wetter und mit vielen neuen Eindrücken zu Ende 🙂

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Donnerstag – unterwegs im ungarischen Teil des grenzüberschreitenden Nationalpark

Mittwoch – Infos zum Grünen Band Europa in der Region und Radtour zu den seenahen Lacken

Heute ging es zunächst mit den Rädern ins Infozentrum des Nationalparks. Dort hatten wir einen Termin mit Thomas Böhm vom Regionalmanagement Burgenland, der die Arbeit der sechs burgenländischen Naturparks koordiniert und Alois Lang von Nationalpark, der mehrere Jahre für die IUCN tätig war und dort zusändig für die Koordination des Grünen Bands in Zentraleuropa.

Alois hat uns zunächst eine ganz kurze Einführung über das Grüne Band Europa gegebenund von seinen Erfahrungen im Rahmen seine Tätigkeit für die IUCN gesprochen. Anschließend hat dann Thomas Böhm die sechs burgenländischen Naturparks kurz porträtiert und dann einzelne grenzüberschreitende Projekte aus den Naturparks vorgestellt, die alle auch mit dem Grünen Band Europa und dem Zusammenwachsen der Regionen rechts und links des ehemaligen Eisernen Vorhangs in Verbindung stehen.

Das war sehr spannend und wir haben viele neue Informationen bekommen, die wir auf die anschließende Fahrradexkursion zu den seenahen Lacken mitgenommen haben.

Alex, ein weiterer Naturführer des Nationalparks ist dann nach einer kurzen Pause mit uns aufgebrochen, um uns die Besonderheiten er seenahen Lacken nahe zu bringen. Entlang der Zicklacke ging es zu den drei Stinkerlacken – die heißen wirklich so: obere, mittlere und untere Stinkerlacke:-)

Unterwegs erfuhren wir von ihr viel über Entstehung, Besonderheiten und Bedeutung der Salzlacken mit ihren Sodasalzen. Sie müssen jedes Jahr austrocknen damit der Salzhaushalt in den Lacken gewährleistet bleibt. Wichtig ist auch, dass der Grundwasserspiegel am Salzhorizont ansteht. Durch die Absenkung des Grundwasserspiegels aufgrund von intensivver Bewässerung in der Landwirtschaft o.ä. gefährdet man somit den Bestand der Salzlacken.

Neben den Salzlacken gibt es auch immer wieder sehr kleine Bereiche mit Salzbildung. Diese sogenannten Zickstellen sind ausgetrocknete kleine Wasserstellen. Sowohl in diesen Zickstellen als auch in den ausgetrockeneten Lacken bildet sich eine ganz eigene Pflanzenwelt mit salztoleranten Pflanzen wie Queller und Salzaster heraus.

Außerdem konnte wir auch viele Vogelarten bestaunen wie Kiebitz, Kampfläufer, Bruchwasserläufer und andere Watvögel, die es in Österreich nur hier am Neusiedler See gibt.

Nachdem sich Alex dann verabschiedet hatte, sind wir erstmal zu einem schönen Picknickplatz gefahren, von dem man herrlich auf das Seevorgelände blicken konnte.

Dann ging es noch zu den Mangalitzaschweinen und zurck zum Infozentrum.Hier erwartete uns dann noch Rudolf Münzenrieder, um über seine Arbeit bei der Neusiedler See Touritik GmbH zu berichten.

Damit ging dieser sicher sehr volle, abeer auch sehr informative und spannende Seminartag zu Ende.

 

Mittwoch – Infos zum Grünen Band Europa in der Region und Radtour zu den seenahen Lacken

Paneuropäisches Picknick und Westseite des Neusiedler Sees…

… am Dienstag!

Nach dem Frühstück im Hotel Tauber ging es mit den Fahrrädern zur Fähre von Illmitz nach Mörbisch auf der westlichen Seite des Sees.

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Von dort ging es auf dem Rad weiter bei ordentlichem Gegenwind den Hügel hinauf zur ungarischen Grenze und direkt weiter nur ein paar Meter auf ungarischem Boden zur Gedenkstätte des Paneuropäischen Picknicks. Hier wurde der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West am 19. August 1989 erstmals für drei Stunden geöffnet und 600 bis 700 DDR-Bürger konnten in dieser Zeit nach Österreich fliehen.

Und hier ganz in der Nähe am Sitz des Nationalparks Fertö/Hansag wurde das Grüne Band Europa 2004 auf den Weg gebracht.

Nach ausgiebiger Besichtigung des Gedenkplatzes ging es wieder zurück nach Österreich. Über St. Margarethen ging es weiter nach Rust am Neusiedler See.

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Ab hier sind die Teilnehmenden dann in kleinen Gruppen auf eigene Faust weiter am See entlang und zurück mit der Fähre nch Illmitz.

Jetzt steht dann gleich zum Abschluss noch ein Treffen mit den Berichten des Nachmittags auf dem Programm, womit dieser Tag sicher eine schöne Abrundung bekommt.

Paneuropäisches Picknick und Westseite des Neusiedler Sees…

Der Montag hat gleich vielversprechend begonnen…

Nach einem leckeren Frühstück haben wir die hoteleigenen Fahrräder in Empfang genommen. Nachdem Fahradkörbe und Schlösser verteilt und alles eingestellt war, ging es auf einer Runde durch den Ort Illmitz, um den Ort kennen zu lernen und Einkaufsmöglichkeiten für die Verpflegung unterwegs zu zeigen.

Dann ging es direkt zum Infozentrum des Nationalparks Neusiedler See/Seewinkel. Dort wurden wir von Alois Lang begrüßt, der uns an einem Relief der Region viele Informationen über den See und die umliegende Gegend gegeben hat.

 


In einem Seminarraum ging die Information mit Alois weiter. Anhand einer Powerpointpräsentation hat Alois weitere spannende und sehr kurzweilige Geschichten und Informationen zum Nationalpark, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Kolleg_innen aus dem ungarischen Teil des Parks und den Ökotourismus in der Region zum besten gegeben.

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Nach der Mittagspause sind wir dann zu einer Exkursion zum Lebensraum Schilf aufgebrochen. Mit Nicki, einem Naturführer des Nationalparks, waren wir zunächst auf dem Schilfsteg. In der dortigen Beobachtungshütte hat er uns über die Bedeutung des Schilfgürtels, den Lebensraum Schilf und seine Bewohner informiert.

 


Von dort ging es weiter zur Koppel der weißen Esel am Rande des Schilfgürtels und zu einer Beobachtungshütte am Seevorgelände mit weiteren Infos zu diesem einzigartigen Lebensraum hier am Neusiedler See.

 


Mit viel Input konnten wir den Tag bei einem leckeren Essen und einem Glas Wein vom Neusiedler See ausklingen lassen 🙂

Der Montag hat gleich vielversprechend begonnen…