Vortrag zum Grünen Band Europa und Exkursion zu den seenahen Lacken am Mittwoch

Heute ging es nach dem Frühstück zunächst zum Informationszentrum des Nationalparks, wo wir wieder von Alois Lang erwartet wurden, der uns von seiner Arbeit am Europäischen Grünen Band und dessen Entstehung und Entwicklung bis heute berichtet hat und auch viele unserere Fragen beantworten konnte.

Anschließend ging es mit Barbara, einer freiberuflichen Exkursionsleiterin des Nationalparks, weiter zu einer Radexkursion zu den seenahen Salzlacken. Unterwegs erfuhren wir von ihr viel über Entstehung, Besonderheiten und Bedeutung der Salzlacken mit ihren Sodasalzen. Diese sind teilweise viel älter als der Neusiedler See. Sie müssen jedes Jahr austrocknen damit der Salzhaushalt in den Lacken gewährleistet bleibt. Wichtig ist auch, dass der Grundwasserspiegel am Salzhorizont ansteht. Durch die Absenkung des Grundwasserspiegels aufgrund von intensivver Bewässerung in der Landwirtschaft o.ä. gefährdet man somit den Bestand der Salzlacken. Man unterscheidet zwei Typen bzw. Stufen: Weißwasserlacken mit einem leicht trüben, weißlichen Wasser sind die gesunden und ursprüngliche Formen. Schwarzwasserlacken mit dunklerem Wasser sind Vorstufen zum Lackensterben, weil hier schon Nährstoffe enthalten sind, die den Salzhaushalt der Lacken beeinflussen. Auch Schilfgürtel am Ufer deuten darauf hin.

Neben den Salzlacken gibt es auch immer wieder sehr kleine Bereiche mit Salzbildung. Diese sogenannten Blindzickstellen sind ausgetrocknete kleine Wasserstellen. Sowohl in diesen Zickstellen als auch in den ausgetrockeneten Lacken bildet sich eine ganz eigene Pflanzenwelt mit salztoleranten Pflanzen wie Salzkresse und Salzmelde heraus.

Neben den vielen Vogelarten wie Kiebitz, Kampfläufer, Schnatterente, Pirol, Silber-, Seiden und Graureiher hat uns Barbara auch auf einige Pflanzen am Ufer der Lacken hingewiesen. Besonders das Feldmannstreu werden wir sicher nicht so schnell vergessen 😉

Wir möchten uns auch an dieser Stelle noch mal ganz herzlich bei Barbara für diese spannende Toru bedanken 🙂

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Vortrag zum Grünen Band Europa und Exkursion zu den seenahen Lacken am Mittwoch

Dienstag am Westufer des Neusiedler Sees

Heute ging es nach dem Frühstück mit den Fahrrädern zum See, dann weiter mit der Fahrradfähre ans Westufer nach Mörbisch und von dort zum Gedenkplatz an das Paneuropäische Picknick direkt auf ungarischer Seite an der Grenze. Dieses fand hier am 19. August 1989 am Grenztor an der alten Pressburger Landstraße zwischen Sankt Margarethen im Burgenland und Fertörakos in Ungarn statt.
Mit Zustimmung ungarischer und österreichischer Behörden sollte bei der Veranstaltung ein Grenztor symbolisch für drei Stunden geöffnet werden. Zwischen 600 und 700 DDR-Bürger nutzten dann diese kurze Öffnung des Eisernen Vorhangs zur Flucht in den Westen. (weitere Informationen zum Paneuropäischen Picknick)

Von dort ging es dann in kleinen Gruppen weiter. Ein paar Teilnehmende sind mit dem Fahrrad auf ungarischer Seite weiter am See entlang gefahren, haben sich die ungarischen Orte angeschaut und den See dann an der Südseite umrundet. Andere Gruppen sind über St. Margarethen nach Rust weitergefahren und haben dort Informationen gesammelt. Von dort ging es dann zurück nach Mörbisch und mit der Radfähre nach Illmitz.

Am Abend haben wir uns dann noch einmal im Seminarraum getroffen und den Tag mit einer Dokumentation über die österreichischen Nationalparke ausklingen lassen.

Wieder ein sehr gelungenener Tag mit zufriedenen Teilnehmenden 🙂

Dienstag am Westufer des Neusiedler Sees

Montag – erster Seminartag mit Einführung und Exkursion zum Thema Schilf

Heute ging es dann richtig los. Nach dem Frühstück haben wir die Fahrräder in Empfang genommen, die wir jetzt die ganze Woche nutzen können. Dann ging es in zwei Gruppen durch den Ort, um den Teilnehmenden die wichtigsten Punkte zeigen – Touristeninformation, Bank, Dorfplatz, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants… und dann direkt weiter zum Besucherinformationszentrum des Nationalparks.

Dort wurden wir schon von Alois Lang erwartet, der uns an zunächst an einem großen Modell der Region viele Informationen über den Neusiedler See und die Region gegeben hat und viele Fragen beantworten konnte. Im Seminarraum hat er uns anschließend anhand von verschiedenen Bildern weitere Informationen und Impressionen aus dem Nationalpark gegeben. Außerdem hat er auch über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den ungarischen Kollegen aus dem dortigen Nationalpark gesprochen.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann mit den Fahrrädern zum See – genauergesagt zum Schilfsteg des Nationalparks. Dort wurden wir dann schon von Benny begrüßt, der uns hier viel über das Thema Schilf und den besonderen Lebensraum erzählte. Vor allem die Vögel haben es ihm besonders angetan und er konnte uns schon, bevor es richtig losging, auf zwei seltene Vögel aufmerksam machen, die gerade aufgeflogen sind – ein Purpurreiher und eine Zwergdommel. Über den Schilfsteg ging es dann zur Beobachtungshütte, wo wir neben Haubentauchern, Silberreihern und Zwergscharben noch andere Bewohner des Schilfs entdecken konnten.

Dann ging es mit Benny weiter zur sogenannten Pferdekoppel. Von hier hat man noch einmal einen tollen Blick auf ein Stück See hinter dem Schilfgürtel. Dort angekommen hat uns Benny direkt auf den Charaktervogel des Nationalparks aufmerksam gemacht – den Löffler. Außerdem haben wir auch Seidenreiher, Kiebitze, Bruchwasserläufer, Bekassine und verschiedene Entenarten gesehen – ein wirklich toller Platz zum Vögel beobachten.

Benny hat uns alle sehr beeindruckt und wir waren schon ein bisschen enttäuscht, dass wir uns dann von ihm verabschieden mussten.

Wir sind dann alleine noch weiter zu den weißen Eseln und dem Beobachtungsturm am Sandeck  gefahren. Von dort konnten wir in der Ferne auch die Wasserbüffel und die ungarischen Graurinder sehen, die der Nationalpark zur Beweidung und zum Zurückdrängen der Verschilfung einsetzt.

Von dort ging es dann zurück nach Illmitz – so geht dieser erste tolle Seminartag zu Ende 😉

 

 

Montag – erster Seminartag mit Einführung und Exkursion zum Thema Schilf

Jetzt rückt das Seminar immer näher…

… es sind nur noch 4 Tage bis zur Anreise an den Neusiedler See 🙂

Hier noch ein paar Infos zu unserer Unterkunft in Illmitz:

Der Familienbetrieb Hotel Johannes Zeche bemüht sich seit 1978 um das Wohl seiner Gäste in Illmitz – mit hohem Qualitätsanspruch, persönlichem Service und burgenländischer Lebensart. Das Hotel wirbt mit dem Johannes-Zeche-Effekt: Alltag vergessen, ausspannen, erholen. Vom ersten Moment an.

Hier geht es zur Webseite des Hotels

 

Und auch noch ein paar Infos zu unserem Kooperationspartner vor Ort dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel:

1993 wurde der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel gegründet. Schon seit 1991 bestand auf ungarischer Seite der Fertö-Hanság Nemzeti Park. Das insgesamt mittlerweile rund 300km² große Schutzgebiet ist nicht nur der erste grenzüberschreitende Nationalpark Österreichs sondern auch der erste der von der IUCN international anerkannt wurde.

50% der Nationalparkfläche (ca. 4500ha) umfasst die Naturzone, wo keine Nutzung stattfindet. Die Bewahrungszonen des Nationalparks hingegen sind großteils Kulturlandschaft und somit von landschaftspflegerischen Maßnahmen abhängig.

Die verschiedenen Lebensräume im Nationalpark sind:
-> der Neusiedler See mit seinem Schilfgürtel
-> periodisch austrocknende Salzlacken
-> Mähwiesen
-> Hutweideflächen
-> kleinflächige Sandlebensräume

Jetzt rückt das Seminar immer näher…

In 6 Tagen geht es los am Neusiedler See…

… und wir sind euch noch das Programm für Freitag schuldig 😉

Am Freitag geht es nach dem Frühstück mit den Fahrrädern zur Langen Lacke, einer seefernen Salzlacke. Hier werden wir die Unterschiede zu den seenahen Lacken, die wir am Mittwoch angeschaut haben, sehen können. Auch dieser besondere Lebensraum wird uns mit vielen spannenden Eindrücken überraschen.

 

Anschließend werden wir nochmals die Seminarwoche Revue passieren lassen und freuen uns über eure Seminarkritik.

Den Nachmittag habt ihr dann zur freien Verfügung und wer möchte kann dann ab 17 Uhr mit uns einen Weinbaubetrieb besichtigen – natürlich mit Weinprobe und Jause 🙂 – ein sicherlich schöner Abschluss unserer Seminarwoche am Neusiedler See.

 

In 6 Tagen geht es los am Neusiedler See…