Noch vier Wochen bis zum BU im Böhmerwald…

… dann werden wir auf dem Grünen Dach Europas unterwegs sein 🙂

Heute wollen wir euch schon mal das Tagesprogramm für den Dienstag vorstellen:

Nach dem Frühstück geht es zu Fuß in Richtung Nationalparkzentrum Falkenstein. Unterwegs werden wir sicher viele Beobachtungen machen und natürlich auch weitere Infos zum Nationalpark geben. In der weitläufigen Anlage des Nationalparkzentrum mit einem Wildgehege mit Luchs, Wolf, Wildpferd und Urrind werden wir unterwegs sein und auch die Ausstellung im Haus der Wildnis besuchen.

Mit spannenden Eindrücken und vielen neuen Informationen geht es dannzu Fuß wieder zurück zum Zwiesler Waldhaus.

Noch vier Wochen bis zum BU im Böhmerwald…

Und schon wieder ist eine Seminarwoche am Grünen Band zu Ende…

Viel zu schnell ist schon wieder Samstag – wir sitzen im Zug nach Hause und lassen den Bildungsurlaub nochmal an uns vorbeiziehen.

Wir sind sehr dankbar, dass die Woche überhaupt stattfinden konnte. Lange sah es aufgrund der Corona-Pandemie nicht danach aus. Und jetzt fahren wir mit so vielen neuen Eindrücken von der Region an Thaya und March als Teil des Grünen Bands Europa nach Hause – unfassbar und eine gerade in diesen Zeiten so wertvolle Erfahrung.

Wir danken den Teilnehmenden, die es uns in dieser Woche wieder leicht gemacht haben, den externen Referent*innen, die uns in dieser Woche unterstützt haben, und den beiden Unterkünften Liebnitzmühle und Winzerhof Küssler, die uns die Zeit so angenehm wie möglich gemacht haben.

Und zum Abschluss – hier noch ein paar Impressionen der Seminarwoche:

Und schon wieder ist eine Seminarwoche am Grünen Band zu Ende…

Zum Abschluss am Freitag bei Auring

Heute waren wir zunächst in Hohenau beim Verein Auring mit Ute Nüsken verabredet. Sie erwartete uns am Vereinsheim, um dann direkt weiter zu fahren zur Beringungsstation des Vereins. Hier konnten wir sehen, was die Hauptaufgabe des Vereins ist: die Vogelberingung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen vor Ort haben uns allerlei Details zur Vogelberingung erklärt und uns auch die Vögel gezeigt, die sie gerade beringt hatten: Dorngrasmücke, Neuntöter, Feldschwirl, Sumpf- und Schilfrohrsänger – alle ganz ähnlich aussehend – klein und in unterschiedlichen Brauntönen, damit sie ihrer Umgebung optimal angepasst sind. Der Verein beringt von Juli bis Oktober an den Wochenenden (Freitag bis Sonntag) nur mit ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen die verschiedensten Kleinvögel, die sie in ausgestellten Netzen fangen, um sie nach der Beringung und Vermessung wieder frei zu lassen. Außerdem kümmert sich der Verein auch um die Amphibien in der March-Thaya-Aue. Das ist Ute`s Spezialgebiet und sie hat uns hierzu auch einiges erzählt.

Ein paarhundert Meter weiter hat uns Ute dann an Wasserflächen der ehemaligen Zuckerfabrik geführt. Hier hat der Verein Beobachtungshütten gebaut, um die Wasservogelwelt beobachten zu können – im Vogelflug sicher ein Hotspot, aber auch wir haben schon verschiedene Vögel gesehen, die uns beeinduckt haben: Bienenfresser, Rohrweihe, Flußregenpfeiffer…

Nach einer kurzen Mittagspause mit Jause im Vereinsheim ist Ute dann noch mit uns zur Grenzbrücke zur Slowakei gefahren. Hier konnten wir uns von der March verabschieden.

Den Abschluss des inhaltlichen Teils des Seminartages bildete dann der Besuch des ganz neuen March-Thaya-Zentrums, dass im Rahmen eines Interegg-Projekts mit Mitteln der EU und Österreichs in Hohenau errichtet wurde und von der Gemeinde betrieben wird. Hier gab es zum Abschluss nochmal einen schönen Überblick über das Auengebiet.

Am Abend stand dann noch die obligatorische Abschlussrunde auf dem Programm, bevor wir dann zum Abschluss der Bildungsurlaubswoche noch einen Winzerabend im Winzerhof Küssler erleben durften – ein schönes Ende für diese tolle Woche!

Zum Abschluss am Freitag bei Auring

Am Donnerstag – Paddeln auf der March

Heute stand nach dem Frühstück ein weiterer Höhepunkt der Woche an. Wir waren mit Barbara vom Storchenhaus Marchegg verabredet, um mit ihr eine Kanutour auf der March von Angern nach Marchegg zu machen. Bei der Ankunft in Angern regnete es und die Stimmung war etwas gedrückt. Aber bis wir die Boote abgeladen und zu Wasser gelassen hatten, hatte der Regen aufgehört und der Wettergott meinte es gut für die Tour mit uns. Nach einer kurzen Paddeleinweisung und dem Einteilen der Crews ging es los. Bootfür Boot wurde besetzt und alle konnten sich erstmal an die doch für viele ungewohnte Fortbewegung gewöhnen.

Schon nach wenigen Minuten hat uns Barbara zum ersten Mal aufgefordert die Boote zu einem Floß zu verbinden, weil sie uns die ersten Informationen über die March-Thaya-Auen und den Fluß geben wollte. Das haben wir noch ein paar Mal unterwegs gemacht, wenn es etwas Besonderes zu sehen gab oder Barbara weitere spannende Infos für uns hatte. So haben wir unterwegs Biberspuren entdeckt – einmal ist sogar eine ganze Biberfamilie neben uns in den Fluss abgetaucht – wir haben eine jungen Seeadler gesehen und ganz besonders, weil sehr selten, hat uns Barbara auf einen Schwarzstorch auf einem Baum direkt am Flussufer aufmerksam gemacht.Als wir näher kmen ist er weggeflogen – eine tolle Beobachtung von einem wirklich seltenen und schönen Vogel.

In Marchegg angekommen haben wir die Boote aus dem Wasser gezogen und inklusive aller Ausrüstungsgegenstände auf den bereitgestellten Anhänger geladen. Dann ging es weiter zum Schoßpark von Marchegg, wo auch das Storchenhaus seinen Sitz hat. Dort war dann erstmal Mittagspause angesagt. Die Autofahrer sind noch mit dem bereitgestellten Fahrzeug zurück nach Angern gefahren, um die Autos von dort zu holen.

Nach der Mittagspause haben wir dann noch eine kleine Runde mit Barbara zu den Weißstörchen rund um das Schloss gedreht und Barbara hat uns viele Infos zu diesen Vögeln gegeben, die hier als Besonderheit wie es früher normal war, auf Bäumen brüten. Auch die Konikherde – eine Wildpferderasse – hat uns sehr beeindruckt, die hier dafür sorgen, dass die Wiesenflächen für die Störche einen idealen „Futtersuchplatz“ bilden.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Barbara für den tollen Tag, die vielen spannenden Informationen und deine ganz besondere Art zu erzählen 🙂

Am Donnerstag – Paddeln auf der March

Ortswechsel am Mittwoch

Heute stand nach dem Frühstück erstmal der Ortswechsel an. Also Sachen packen und mit den Autos in Richtung Weinviertel nach Grub an der March weiterfahren. Doch bevor es los ging, hatten einige noch einen ganz besonderen Frühstücksgast.

Beim Frühstück ist ein Eisvogel gegen eine Glasscheibe geflogen und erstmal etwas benommen im Gras sitzen geblieben. Zum Glück ging es nach kurzer Zeit wieder besser und der kleine Kerl konnte weiterfliegen 🙂

Beim Winzerhof Küssler, unserer zweiten Unterkunft in Grub angekommen, hieß es nur kurz das Gepäck abstellen und dann weiter nach Bernhardsthal. Am dortigen ehemaligen Zollhaus wurden wir schon von Gabi Pfundner vom Naturschutzbund Niederösterreich erwartet, die mit uns zunächst auf einer Naturschutzfläche an der Grenze zu Tschechien unterwegs sein wollte, die der Naturschutzbund für 30 Jahre gepachtet hat. Hier konnten wir Naturschutzarbeit mal hautnah erleben. Auf dem kurzen Weg von den Autos zur Wiesenfläche hat uns Gabi schon die ersten Infos zu den Besonderheiten der Gegend gegeben. An der Wiese angekommen hieß es dann Rucksäcke ablegen und Rechen oder Heugabel aufnehmen. Die Wiese wurde in den vergangenen Tagen von einem Bauern im Auftrag des Naturschutzbundes gemäht. Auf einer größeren Fläche hat er aber das Heu nicht abgeräumt, weil er der Ansicht war, dass dieses sich nciht lohnt, weil die Qualität schlecht sei. Leider war das genau die besonderste Fläche auf der Wiese überhaupt, weil hier auf einer kleine Kuppe ein Sandrasen entsteht, der für Österreich etwas ganz besonderes ist. Sandrasen sind Magerrasen, die nur weiterbestehen können, wenn das Mahtgut abgeräumt wird. Also hieß es für uns Hand anlegen und das Heu von diesen Flächen runterbringen. Bei den Temperaturen heute eine schweißtreibende Angelegenheit, die aber allen viel Spaß gemacht hat und nach relativ kurzer Zeit bereits erledigt war.

Gabi hat uns dann dort an der Grenze zu Tschechien auch noch ein bisschen was über die Arbeit des Naturschutzbundes am Grünen Band und besonders in den March-Thaya-Auen erzählt.

Dann war aber auch mal Zeit für Picknick oder Jause, wie das hier in Österreich heißt!

Anschließned ging es zurück zu den Autos und weiter nach Drösing, wo uns Gabi ein größeres Gebiet mit Trockenrasen zeigen wollte, dass uns auch im letzten Jahr schon begeistert hat. Leider wurden wir schon nach ein paarhundert Metern nach Verlassen der Autos von gefühlt Millionen von Gelsen, wie die Stechmücken hier heißen, attackiert, so dass wir uns auf dem schnellsten Weg wieder zu den Autos flüchten mussten, um nicht aufgefressen zu werden. Das war ein nicht so schöner Abschluss des Tages, der so schön begonnen hatte. Auf jeden Fall wollen wir Gabi für die Tour danken und mach‘ dir keine Sorgen – für die Gelsen kannst du ja ganz sicher nichts 🙂

Und die anderen Insekten waren auf jeden Fall auch sehr spannend 😉

Am Abend sind wir dann noch gemeinsam zum Zeislwirt nach Ollersdorf gefahren. Ein schöner Abend mit leckerem Essen und Wein in schöner Atmosphäre 🙂

Ortswechsel am Mittwoch

Im Nationalpark Thayatal am Dienstag

Nach dem Frühstück sind wir mit den Autos nach Hardegg zum Infozentrum des Nationalparks Thayatal gefahren. Dort wurden wir schon von Christoph Milek erwartet, der uns in einem sehr spannenden, kurzweiligen Vortrag über die Arbeit des Nationalparks, die Kooperation mit dem tschechischen Nationalpark Podyjì und die Arbeit am Grünen Band Europa informiert hat. Ein sehr spannender Vortrag in einem Seminarraum mitten in einem Wildkatzengehege. Nochmal vielen Dank an Christoph für die interessanten zwei Stunden, die wie im Flug vorbei waren.

Nach der Mittagspause am Infozentrum sind wir dann hinunter zur Thayabrücke in Hardegg gefahren. Von dort starteten wir zu einer Exkursion mit einem Ranger des Nationalparks. Michael hat uns zunächst hinüber nach Tschechischen geführt, um dort mit uns im alten Zollhaus die Ausstellung zum dreißigjährigen Jahrestag des Falls des Eisernen Vorhangs anzuschauen.

Dann ging es weiter entlang der Thaya bis um zum Umlaufberg. Eine tolle Tour mit vielen schönen Eindrücken von der Thaya und spannenden Infos von Michael zum Nationalpark und der Natur, durch die er uns geführt hat. Am Umlaufberg angekommen – hier hat sich die Thaya fast Kreisrund um einen Berg tief in die Ebene eingegraben und einen „Grünen Canyon“ gebildet – ging es hinauf zum Überstieg mit fantastischem Ausblick und auf der anderen Seite wieder hinunter ins Tal der Thaya. Dann führte uns Michael weiter bis zur Mündung des Kajabachs. Immer wieder haben uns das Tal, der Fluss, die Wiesen und die Ausblicke fasziniert.

Am Kajabach angekommen, folgten wir diesem aufwärts bis wir unterhalb der Burgruine Kaja unser Ziel erreichten. Unterwegs haben uns noch die Flusskrebse begeistert, die uns Michael an einer kleine Brücke über den Kajabach zeigte.

Auch Michael wollen wir auf diesem Weg nochmals recht herzlich Danke sagen für diesen tollen Nachmittag 🙂

Im Nationalpark Thayatal am Dienstag

Am Montag eine Tour rund um Drosendorf…

… mit vielen Informationen, spannenden Entdeckungen und einem tollen Ausblick auf das Thayatal!

Nach dem Frühstück sind wir mit den Autos in Richtung Drosendorf aufgebrochen. Unterwegs haben wir noch für unser Picknick eingekauft und dann konnte es losgehen.

Vom Hauptplatz in Drosendorf ging es zunächst hinunter nach Drosendorf Altstadt an der Thaya. Ab hier wollten wir eigentlich den Natura Trail am Grünen Band laufen, der aber schon nach wenigen hundert Metern gesperrt war. Nach einem kurzen Blick auf die Karte, war klar, dass wir auf einem anderen Wanderweg die Sperrung umlaufen konnten. Erstes Ziel war die Julienhöhe hoch oben über der Thaya mit einem herrlichen Blick ins Thayatal und auf Drosendorf. Von dort ging es wieder hinunter zur Thaya, wo wir auf einer schönen Wiese eine Pause mit Picknick eingelegt haben.

Unterwegs gab es immer wieder Informationen zur Region, zum Grünen Band Europa, zur Thaya und zu all dem, was wir unterwegs entdeckt haben

Weiter ging es auf der anderen Thayaseite auf einem herrlichen, wilden Weg zurück in Richtung Drosendorf, wo wir nach zwölf Kilometern zufrieden wieder ankamen und uns alle auf einen Kaffee gefreut haben.

Mit der Rückfahrt zur Liebnitzmühle geht dieser tolle erste Seminartag zu Ende 🙂

Die vielen verschiedenen Schmetterlinge waren heute besonders beeindruckend – auch eine Libelle hat sich dazwischen gemogelt 😉

Am Montag eine Tour rund um Drosendorf…

Auch in diesem Jahr hat das erste Seminar am Grünen Band Europa kaum angefangen…

… da steht dann auch in sechs Wochen schon der zweite Bildungsurlaub am Grünen Band Europa an.
Dann geht es auf das grüne Dach Europas – den Böhmerwald in der deutsch-tschechischen Grenzregion. Auch im Vorfeld dieses Seminars wollen wir euch natürlich wieder Einblick in das geplante Programm gewähren und fangen – wie gewohnt – mit dem Montag an:

Nach dem Kennenlernen und der Programmvorstellung am Sonntagabend werden wir am Montag nach einer kurzen Einführung die nähere Umgebung der Unterkunft erkunden. Heute sind wir nur zu Fuß direkt von unserem Hotel aus unterwegs. Auf einer kleineren Runde durch den Wald wollen wir uns einen ersten Eindruck des bayerischen Waldes – wie der Böhmerwald auf deutscher Seite heißt – machen. Dabei werden wir einen der letzten Tannenurwaldreste Mitteleuropas sehen – den Hans-Watzlik-Hain und im Schwellhäusl unsere Mittagspause verbringen.
Anschließend geht es weiter an die tschechische Grenze und damit ans Grüne Band Europa. Dort gibt es Infos zum Grünen Band und der Region!

Auch in diesem Jahr hat das erste Seminar am Grünen Band Europa kaum angefangen…

Trotz Corona – kaum zu glauben – noch zwei Tage…

… bis zur Anreise an die Thaya und das Seminar kann tatsächlich stattfinden 🙂

Heute nochmal ein Blick auf’s Wetter:

Das sieht doch sehr vielversprechend aus 🙂

Wir freuen uns auf die Woche am Grünen Band Österreich und wünschen allen Teilnehmenden eine gute Anreise – bis Sonntag in der Liebnitzmühle in Raabs an der Thaya!

Trotz Corona – kaum zu glauben – noch zwei Tage…