Auf der Rückfahrt vom Dreiländereck

Wir sitzen gerade im ICE von Wien in Richtung Frankfurt auf der Rüclreise von Tieschen – Zeit nochmal zurück zu blicken auf eine tolle Woche mit vielen neuen, spannenden Eindrücken, die in den nächsten Wochen sicher noch nachwirken und verarbeitet werden wollen. Wir haben wieder so viele interessante Menschen kennengelernt in dieser Woche: allen voran Stanka, die diese Reise für uns vor Ort organisiert hat, Bernd vom Blaurackenverein, die jungen Mitarbeiter*innen vom Nationalpark Örseg, Simon, der mit uns beim Rafting auf der Mur unterwegs war…

Alles Menchen, die wir im kommenden Jahr beim Wiederholungsseminar wiedersehen werden und auf die wir uns jetzt schon freuen 🙂

Wie immer zum Abschluss noch ein paar Impressionen der Bildungsurlaubswoche:

Auf der Rückfahrt vom Dreiländereck

Die Bildungsurlaubswoche ist wieder wie im Flug vergangen…

Am Freitag Vormittag hat uns Bernhard Wiesner vom Blaurackenverein LEIF an unserem Hotel abgeholt, um uns die Hotspots des Natura 2000 Gebiets hier im Vulkanland zu zeigen. Nach einer kurzren Einführung auf der Terasse des Hotels ging es dann mit den Autos zunächst in Richtung Straden. Schon etwas vor der Stadt machte Bernd das erste Mal Station, um uns einen kleinen Wasserlauf zu zeigen, dessen Ränder renaturiert wurden, um der Blauracke Nahrung zu bieten. In der angepflanzten Birkenallee hing auch schon direkt ein Brutkasten für die Blauracke, einer der Leittierarten dieses Natura 2000 Gebiets. Leider waren die Blauracken fast alle schon zu ihrem Zug in den Süden aufgebrochen und Bernd wollte uns mit etwas Glück das letzte verbliebene Brutpaar, dass er am Vortag noch gesehen hatte, zeigen – leider ohne Erfolg. Aber auch so hatte er ausreichend zu berichten und wir waren alle sehr von seiner Art zu erzählen und auch von den Inhalten angetan.

Nach einem Stopp in Straden, einer sehr schönen Stadt auf einem Hügel mit fantastischem Ausblick ging es weiter zu einem ehemaligen Steinbruch am ehemaligen Vulkan Gleichenberg. Hier konnte Bernd mit seinem Verein verhindern, dass dieser nach Ende der Nutzung neu bepflanzt wurde und stattdessen der natürlichen Sukzession freien Lauf gelassen wird. Bernd zeigte uns die junge Waldentwicklung und besonders hatte er ein Auge für die vielen Pilze, die hier zu finden waren. Nach einer tollen Runde durch und am Rande des ehemaligen Steinbruchs verabschiedeten wir uns von Bernd und fuhren zurück ins Hotel, um hier noch die Formalitäten zu erledigen und eine Abschlussrunde mit der Seminarkritik zu machen. Anschließend hattenb die Teilnehmenden noch ein paar Stunden Zeit, die Gegend auf eigene Faust zu erkunden, bevor am Abschlussabend eine kleine Weinprobe im Hotel auf dem Programm stand.

So geht diese Seminarwoche am Grünen Band Europa wieder viel zu schnell zu Ende und wir freuen uns schon sehr auf das Wiederholungsseminar im kommenden Jahr in dieser wunderschönen, abwechslungsreichenden Region rund um das Dreiländereck zwischen Österreich, Ungarn und Slowenien 🙂

Die Bildungsurlaubswoche ist wieder wie im Flug vergangen…

Heute waren wir im Nationalpark Örseg in Ungarn

Am Donnerstag ging es mit den Autos zum Infozentrum des Nationalparks Örseg in Oriszentpeter in Ungarn. Die weiteste Anfahrt in dieser Woche, die sich aber absolut gelohnt hat!

Im Infozentrum wurden wir von drei jungen Mitarbeiter*innen begrüßt, die uns an diesem Tag im Nationalpark begleitet haben. Los ging es in der Ausstellung im Infozentrum. Hier haben uns die drei über die verschiedenen Lebensräume und Besonderheiten des Nationalparks aufgeklärt. Schnell wurde klar, dass es hier nicht um die Bewahrung von ursprünglichen Naturräumen geht, sondern die vom Menschen geschaffene kleinräumige und sehr abwechslungsreiche Landschaft geht. Diese hier vorhandenen besonderen Lebensräume zu bewahren, hat sich der Nationalpark zur Aufgabe gestellt.

Anschließend fuhren wir weiter zu einem kleinen Freilichtmuseum im Nationalpark. Hier wurden wir schon von Agnes, einer Nationalpark-Rangerin erwartet, die uns hier viel über die Besiedlung zu erzählen hatte. Dieses Gebiet ist schon viele Jahrhunderte Grenzregion Ungarns und so wurden hier nur kleine Ansiedlungen zugelassen, die immer auch dem Schutz der Grenze dienten. Hier lebten immer nur wenige Familien in armen Verhältnissen als selbstversorgende Bauern, die rund um ihre Häuser das Land fruchtbar machten, was hier in erster Linie aufgrund des nährstoffarmen Bodens in der Regel Viehhaltung und damit Wiesen bedeutete. So entstand diese sehr kleinteilige, abwechslungsreiche Landschaft mit einzelnen Hausinseln auf Anhöhen mit umliegenden Wiesen zwischen größeren Waldgebieten.

Schnell wurde es so schon Zeit für die Mittagspause. Wir wurden von den ungarischen Gastgebern wieder hervorragend bewirtet, so dass wir danach dann auch gestärkt in den zweiten Teil des Tages starten konnten. Unsere drei Guides vom Nationalpark führten uns zur nahegelegenen Koppel der Wisente, die hier gemeinsam mit Przewalski-Pferden auf einer Weide leben und die Wiesen frei halten sollen.

Diese Wiesen dienen der Artenvielfalt, von der wir uns schon auf der nächsten Wiese überzeugen konnten. Einer unserer Guides hatte Schmetterlingsnetze dabei, mit denen wir viele schöne Schmetterlinge fangen, bestimmen und anschauen konnten, um sie dann natürlich auch wieder frei zu lassen. Auch eine Gottesanbeterin war dabei.

Den Abschluss des Tages bildete dann der Besuch des am strengsten geschützten Gebiets im Nationalpark. Ein in Grenznähe liegender Wald bildet die Kernzone des Nationalparks, der aber nur ca. ein Prozent der Gesamtfläche des Parks ausmacht, was die internationale Anerkennung des Parks in weite Ferne rückt, da hierzu eine Kernzone von 75 Prozent erforderlich wäre – ein kleiner Wermutstropfen dieses sehr spannenden und informativen Tages. Insbesondere die engagierten jungen Mitarbeiter*innen des Nationalparks haben uns heute sehr beeindruckt!

Heute waren wir im Nationalpark Örseg in Ungarn

Am Mittwoch im Dreiländereck – heute waren wir wieder in Slowenien unterwegs

Heute sind wir zunächst wieder nach Grad gefahren, um uns im Schloss erneut mit Stanka zu treffen. Nach einem kurzen Stopp im Schloss mit der Möglichkeit noch etwas im Schlossshop zu kaufen, ging es mit Stanka weiter nach Kancevci. Hier hat uns Stanka eines ihrer aktuellen Projekte gezeigt. In einer alten Schule hat der Naturpark Göricko eine kleine Ausstellung zu Fledermäusen in der Region installiert. Das besondere ist die Livekamera auf den Dachboden der alten Schule, wo eine sogenannte Wochenstude von Zwergfledermäusen zu finden ist. Die Bilder in der Ausstellung von dem Stockwerk weiter oben waren sehr beeinduckend.

Nach einer Stunde mit vielen Informationen zu diesen besonders gefährdeten Tieren ging es weiter in Richtung Muska Sobota. Hier war wieder ein Schloss unser Ziel. Im Stadtschloss von Muska Sobota haben wir uns eine Ausstellung zur Regionalgeschichte angeschaut.

Anschließend ging es weiter zur Mur, wo wir erstmal Picknick gemacht haben. In der Zwischenzeit waren auch die Boote und Begleiter für unseren nächsten Programmpunkt eingetroffen. Mit Raftingbooten ging es dann die Mur flussabwärts Richtung Izakovci. Unterwegs haben wir an einer sehr eindurcksvollen Mühle Halt gemacht, die noch heute wie vor 150 Jahren die verschiedensten Getreidesorten zu Mehl mahlt und verkauft. Kaum zu glauben, dass diese alte, so einfache Technik heute hier immer noch in Betrieb ist – bei uns in Deutschland wäre das bestenfalls noch eine historische Mühle, die zu Demonstratonszwecken noch ab und zu genutzt wird – hier in Slowenien wird in dieser Mühle aber noch täglich bis zu 500 kg Mehl gemahlen!

Nach diesem kurzen Stopp ging es in den Booten weiter die Mur abwärts – ein wirklich beeindruckender Fluss in einem fünfländerübergreifenden Biosphärenreservat, über den uns Simon, unser Guide und Stanka eine Menge zu erzählen wussten. Am meisten hat mich persönlich beeindruckt, dass der Fluss und auch das weitere Flusssystem abwärts Richtung über die Drau in Richtung Donau auf ca. 1.000 Kilometern mit keinem Sperrbauwerk verbaut ist.

Unser Ziel war dann die Liebesinsel bei Izakovci, wo wir mit vielen Eindrücken und voll von Informationen und schönen Bildern nach zwei spannenden Stunden angekommen sind.

Dann noch die Autos an der Einstiegstelle abholen – so geht auch dieser Bildungsurlaubstag wieder mit vollen Köpfen und zufriedenen Teilnehmenden zu Ende 🙂

Am Mittwoch im Dreiländereck – heute waren wir wieder in Slowenien unterwegs

Tag 2 am Dreiländereck – wieder ein toller Tag!

Heute sind wir nach dem Frühstück nach Modersdorf gefahren. Hier waren wir mit Mitarbeiter*innen des österreichischen Naturparks Raab verabredet, die mit uns eine Paddeltour auf der Raab machen wollten. Nach dem Abstellen unserer PKWs und dem Transfer zum Ausgangspunkt der Tour hieß es zunächst für alle Schwimmwesten, Paddel und wasserdichte Säcke nehmen und auf die Boote verteilen. Nach einer kurzen Einweisung konnte es dann losgehen – also Boote zu Wasser lassen, einsteigen und lospaddeln. Zwei Mitarbeiter des Naturparks Raab begleiteten uns in ihrem Booten. Schön nach wenigen hundert Metern konnten wir uns einen ersten Eindruck von der Raab machen. Ein recht naturbelassener Fluß mit tollen Sandsteilufern und sehr wildem Aussehen – allerdings auch mit viel japanischem Knöterich und indischem Springkraut an den Ufern, zwei sehr dominanten, invasiven Arten, die hier eigentlich nicht vorkommen. Auch der Wasserstand war sehr niedrig, so dass die Boote immer wieder mal Bodenkontakt hatten und auch das ein oder andere Mal auf einer Kiesbank hängen blieben. Dann hieß es für den jeweilgen Steuermann hinten im Boot, aussteigen und schieben. Nach ca. zwei Stunden hatten wir die vorgesehene Streckke hinter uns – eine tolle Tour auf einem beeindruckenden Flüsschen!

Weiter ging es zu unserer Mittagspause – Stanka hatte gestern schon in einem Hotel im ungarischen MonosterSzentgotthárd für uns einen Tisch reserviert und Essen vorbestellt. Zum Glück war es nur eine kurze Autofahrt von Modersdorf nach Monoster, so dass wir schnell im Hotel Lipa am Tisch saßen und uns auf das ungarische Mittagsessen freuen konnten.

Nach der Mittagspause ging es dann weiter zum Grenzmuseum in Apátistvánfalva/Ungarn. Dort gibt es eine kleine Ausstellung zu den Befestigungen und Entwicklungen hier im Grenzgebiet zur Zeit des Eisernen Vorhangs, die wir uns angesehen haben.

Nachdem der gestrige Tag doch sehr voll und lang war, waren alle froh, dass wir heute etwas früher Schluss machen konnten und jede*r für sich die Rückfahrt zum Hotel antreten konnte – so geht auch dieser Seminartag mit tollen Erlebnissen und spannenden Informationen zu Ende.

Tag 2 am Dreiländereck – wieder ein toller Tag!

Das neue Seminar im Dreiländereck hat super begonnen…

Nachdem gestern alle Teilnehmenden gut in Tieschen angekommen sind, haben wir nach dem gemeinsamen Abendessen im Hotel noch – wie wir das immer gerne machen – die Begrüßung, einen Kennenlernrunde und die Programmvorstellung gemacht. Auch einen ganz kurzen Input und Überblick zum Grünen Band Europa haben wir den Teilnehmenden noch zugemutet, um dann heute Morgen direkt nach Slowenien aufbrechen zu können.

Es ging direkt zum Schloss Grad und dem dortigen Sitz des Naturparks Goricko. Dort wurden wir schon von Stanka Desnik erwartet, die für uns hier vor Ort unsere Ansprechpartnerin ist und auch ganz viel organisiert und koordiniert hat.

Stanka hat uns dann zunächst in einem kurzweilgen Vortrag etwas über die Region, den Naturpark, die transnationale Zusammenarbeit mit den Großschutzgebieten in Österreich und Ungarn und über das Grüne Band in der Region erzählt. Auch über die Geschichte des Schlosses und der Region konnten wir viel erfahren. Bei einem Rundgang durch das Schloss hat uns Stanka alles erklärt und auf die Besonderheiten und Aufgaben der Naturparkverwaltung hingewiesen.

Anschließend ging es weiter hinunter ins Dorf Grad zum Mittagessen, zu dem uns Stanka schon angemeldet hatte. Es gab sehr leckere slowenischen Eintopf und anschließend einen sehr guten regionalen Kuchen, der englisch übersetzt soviel bedeutet wie „over the Mur cake“.

Anschließend führte uns Stanka zum „Vulkanija“ einer multimedialen Erlebniswelt zum Thema Erdentstehung und Vulkanismus. Das war für uns alle zunächst etwas befremdlich mit dem ganzen technischen Schnickschnack, aber als wir uns dann doch darauf eingelassen hatten, haben wir einige spannende Informationen zu diesem Thema mitnehmen können.

Dann ging es weiter mit dem Auto und zu Fuß zum Dreiländereck. Von slowenischer Seite mussten wir eine ordentliche Steigung hinauf zum Dreiländereck bewältigen, dass hier natürlich direkt am Grünen Band liegt.

Auch unser letztes Ziel für heute der Aussichtsturm Sotinski Breg auf dem höchsten Berg in Göricko liegt direkt am Grünen Band und an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich. Hier hatten wir eine tolle Fernsicht mit Blicken nach Slowenien, Ungarn und Österreich. Ganz im Hintergrund konnten wir nach Stankas Angaben sogar einen Gebirgszug erkennen, der schon in Kroatien liegt – Grünes Band im Balkan alles in Sichtweite 🙂

So ging ein schöner, spannender und voller Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende und wir freuen uns schon auf die nächsten Tage in dieser wirklich sehr abwechslungsreichen, kleinstrukturierten und schön anzusehenden Landschaft bei bestem Spätsommerwetter 🙂

Das neue Seminar im Dreiländereck hat super begonnen…

Wir sind gut in Tieschen angekommen…

… und freuen uns, die Teilnehmenden morgen hier im Jufa Hotel zum Seminar im Dreiländereck Österreich, Ungarn, Slowenien begrüßen zu können.

Auf der Fahrt von der March hierher, haben wir einen kleinen Abstecher nach Illmitz am Neusiedler See gemacht, wo wir von 2016 bis 2018 drei tolle Bildungsurlaube im Rahmen der Seminarreihe am Grünen Band Europa gemacht haben. Natürlich haben wir dort das Infozentrum des Nationalparks besucht, dass uns mit einer komplett neuen Ausstellung überrascht hat. Auch einen Vogelbeobachtungsplatz haben wir aufgesucht, den wir von den Seminaren kannten. Leider war die Wasserfläche hier ausgetrocknet, so dass wir keine Vögel gesehen haben, aber immerhin war von dort eine Herde ungarischer Steppenrinder zu sehen, die uns ein bisschen entschädigt haben. Auch den Winzer Nekowitsch haben wir besucht, bei dem wir in den drei Jahren immer eine Weinverkostung hatten und haben uns mit leckerem Wein versorgt.

Dann ging es weiter über Ungarn und das südliche Burgenland in das Thermen- und Vulkanland in der Steiermark ganz im Südosten Österreichs. Der erste Eindruck von der Landschaft hat uns sehr beeindruckt und das Jufa Hotel wird ein toller Ausgangspunkt für unsere Exkursionen im Rahmen des Seminars sein. Es kann los gehen – wir freuen uns auf die Bildungsurlaubswoche:-)

Wir sind gut in Tieschen angekommen…

Abschied von Thaya und March

Heute heißt es dann Abschied nehmen von Thaya und March. Die Teilnehmenden reisen zurück nach Hause oder haben noch anschließende Urlaubstage geplant. Wir reisen weiter zum nächsten Seminar am Grünen Band Europa ins Dreiländereck Österreich, Ungarn und Slowenien. Dort beginnt morgen der neue Schritt am Grünen Band.

Es war das letzte Seminar an Thaya und March im Rahmen unser Reise am Grünen Band Europa und so heißt es also auch Abschieb nehmen von der Region, den beiden Flüssen Thaya und March mit ihren Unterschiedlichkeiten und Besonderheiten, von den beiden Unterkünften Liebnitzmühle und Winzerhof Küssler, wo wir uns immer sehr wohl und willkommen gefühlt haben, und vor allem von den vielen netten Menschen, mit denen wir in den vergangenen Jahren hier zu tun hatten. Vielen lieben Dank nochmal für eure Unterstützung!

Im nächsten Jahr steht dann ein neuer Schritt am Grünen Band Europa an – wir werden dann in den Julischen Alpen im Grenzgebiet Slowenien, Italien und Österreich unterwegs sein. Dazu gibt es dann im Herbst weitere Informationen. Jetzt freuen wir uns erstmal auf die nächste Woche und den neuen Schritt in diesem Jahr im Dreiländereck Ö,U,SLO!

Und zum Schluss wie immer nochmal ein paar Impressionen der letzten Woche:

Abschied von Thaya und March

Der letzte Seminartag an Thaya und March

Am Freitag ging es nach dem Frühstück nach Hohenau zu Auring e.V. Am Vereinsheim wurden wir schon von Ute erwartet, mit der wir direkt weiter zur Beringungsstation des Vereins gefahren sind. Hier gab uns Ute einige Informationen zur Geschichte und den Aufgaben des Vereins, der sich besonders um den Erhalt der Vogelwelt in den March-Thaya-Auen kümmert.

In der Zwischenzeit sahen wir schon die jungen Freiwilligen von ihrem Rundgang zurückkommen mit einigen gefüllten Baumwollsäckchen. Darin waren die Vögel, die sich in der letzten Stunde in den aufgestellten Netzen rundum verfangen hatten. Die Beringungsstation fängt hier von Juli bis Oktober an jedem Wochenende von Freitag bis Montag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nur mit freiwilligen Vogelschützern vor allem kleine Singvögel. Diese werden dann in der Beringungsstation bestimmt, beringt, vermessen und gewogen sowie ihr allgemeiner Zustand eingeschätzt. Alles wird digital erfasst und langfristig ausgewertet. Anschließend werden die Tiere natürlich wieder frei gelassen.

Wir durften bei der Beringung zusehen und wurden von den Auring-Freiwilligen mit vielen spannenden Infos versorgt. So konnten wir die Beringung von Teichrohrsänger, Garten- und Mönchsgrasmücke beobachten. Anschließend erzählte uns Ute noch einiges zu den Flöchen rundum, deren Management von Auring so ausgerichtet wird, dass die Lebensräume für die hier heimischen Vorgelarten erhalten bleiben. In der Zwischenzeit kamen die Freiwilligen mit den nächsten Fängen zurück und als Besonderheit konnten sie uns noch einen jungen Neuntöter präsentieren.

Dann ging es mit Ute weiter zu einer der Vogelbeobachtungsplätze des Vereins. Hier konnten wir unter anderem eine Rohrweihe bei der Jagd und einige Wasservögel beobachten. Besonders die Kiebitze hatten es uns angetan.

Anschließend fuhren wir zurück ins Vereinsheim von Auring. Hier machten wir Mittagspause und Ute erzählte uns noch einiges über die Amphibien, die in den March-Thaya-Auen leben. Sie hatte sogar zwei Arten zum Vorzeigen dabei: eine Rotbauchunke und einen jungen Kammmolch.

Zum Abschluss fuhren wir mit Ute zunächst noch einmal an die March und ins neue March-Thaya-Auen-Zentrum. An der Grenzbrücke zur Slowakei schloss sich der Kreis der Woche. Hier ein paar hundert Meter Flussaufwärts mündet die Thaya in die March – die beiden Flüsse, die uns in dieser Woche beschäftigt haben.

Zum Abschluss des Tages und damit am letzten Abend unseres Bildungsurlaubs gab es wie schon in den vergangenen Jahren eine Führung durch den Winzerhof Küssler mit der Verkostung der leckeren Weine und einer Jause. Ein schöner Ausklang dieser Woche.

Der letzte Seminartag an Thaya und March

Und nur noch zwei Tage bis zur Anreise ins Dreiländereck

Die Wetteraussichten sind hervorragend – der Bildungsurlaub im Drreiländereck Österreich – Ungarn – Slowenien kann losgehen 🙂

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine gute Anreise – insbesondere denjenigen, die mit der Bahn anreisen und aufgrund des Lokführerstreiks mit einigen Behinderungen rechnen müssen.

Wir freuen uns auf eine tolle Seminarwoche, die für uns alle sicher viele neue Informationen und Eindrücke bringen wird!

Und nur noch zwei Tage bis zur Anreise ins Dreiländereck