Am kommenden Montag geht unser Bildungsprogramm 2017 online …

… ab dann könnt ihr euch auch für das Seminar am Grünen Band Europa im nächsten Jahr anmelden. Aufgrund der großen Nachfrage wiederholen wir das Seminar am Neusiedler See. Ein neues Seminar am Grünen Band Europa ist dann für 2018 geplant.

Hier schon mal die entsprechende Seite aus unserem Bildungsprogramm 2017

programm-2017-vorderseitegb-neusiedler-see

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen ab Montag, 21.11.2016🙂

Am kommenden Montag geht unser Bildungsprogramm 2017 online …

Freitag – letzter Seminartag und nochmal ein toller Tag

Heute ging es nach dem Frühstück mit den Fahrrädern direkt am Hotel los. Heute begleitete uns Igor, der ebenfalls für den Nationalpark Exkursionen u.ä, anbietet. Zunächst fuhren wir Richtung Osten, wo die Lange Lacke am Vormittag unser Zeil war. Diese gehört zu den seefernen Lacken, die meistens älter sind, als der Neusiedler See selbst. Die lange Lacke hat dazu die Besonderheit, dass sie in der jüngeren Geschichte immer bis an den Lackenrand beweidet wurde, so dass es hier fast keinen Schilfgürtel gibt. Auch heute beweidet ein Bauer mit seiner Rinderherde im Auftrag des Nationalparks die Flächen um die Lacke.

Igor gab uns einen sehr spannenden Eindruck in die Botanik am Lackenrand. Gerade die Salzpflanzen, die diesen Lebensraum besiedeln, wenn die Lacke im Sommer nach und nach austrocknet, waren besonders spannend.

Aber auch die sehr vielfältige Vogelwelt rund um die Lacke sowie die unterschiedlichen Amphibien haben uns sehr interessiert.

Der Höhepunkt war dann sicherlich das Seeadlerpaar am Lackenrand, das wir fast am Ende der Exkursion gesehen haben.

107 kl

Am Nachmittag konnten dann alle Teilnehmenden auf eigene Faust die Region um Illmitz erkunden. Die meisten nutzten die Gelegenheit, um mit dem Fahrrad zu den weißen Eseln im Seevorgelände zu fahren. Zu aller Freude waren auch die Wasserbüffel und viele Vogelarten dort zu sehen. Außerdem war auch eine Abkühlung im See sehr beliebt – gerade bei den heutigen Temperaturen, die um die  Grad lagen.

Am Abend haben wir dann nach dem Abendessen noch eine Abschlussrunde im Seminarraum gemacht, wo wir die üblichen Formalitäten wie Statistik, Evaluation, Teilnahmebescheinigung… abarbeiten sowie in einer Seminarkritik die Woche reflektieren konnten. Damit geht eine tolle, spannende und mit vielen Eindrücken und Erlebnissen gefüllte Woche zu Ende – die erste Woche am Grünen  Band Europa!

Im nächsten Jahr kommen wir wieder 🙂

Freitag – letzter Seminartag und nochmal ein toller Tag

Donnerstag – heute wieder in Ungarn

Heute ging es nach dem Frühstück zum zweiten Mal nach Ungarn. Diesmal war  in Begleitung von Alois Lang vom Nationalpark der Hanság unser Ziel. Der Hanság war früher Teil des Neusiedler Sees und verlandete mit der Zeit wobei sich ein Niedermoor entwickelte. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet durch die Dammstraße von Pamhagen nach Fertöd (damals Esterháza) abgetrennt. Der Einserkanal (ab 1908), und neue Abzugsgräben (1928-33, ab 1965) führten zum Verschwinden der Lacken im Hanság. Moorwiesen und Schilfflächen, aber auch Hutweiden im Nahbereich der Ortschaften (Halbtrocken- und Trockenrasen!) kamen unter den Pflug. 1970 gab es noch 1.500 ha an Moorwiesen, Schilf und Sumpf, heute sind es nur mehr 200. Durch Rekonstruktions- und Pflegemaßnahmen ist es in den letzten Jahren gelungen, Lebensräume wiederherzustellen. Hierbei handelt es sich vor allem um Erlenbruchwälder und wiedervernässte Niedermoorgebiete. So finden sich im Hanság wieder verschiedene Reiherarten und  weitere Wasservögel ein. Hiervon konnten wir uns im Hanság-Museum des ungarischen Nationalparks einen Eindruck verschaffen, bevor wir mit Alois in die Schutzzone hinein fahren konnten.

Am meisten hat uns aber die Bienenfresserkolonie beeindruckt, die Alois uns dort gezeigt hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Aber auch Prachtlibelle und Widderchen waren sehr spannend.

Nach einer Mittagspause unterwegs sind wir wieder zurück nach Österreich, genauer gesagt nach Neusiedl am See gefahren. Im dortigen Weinwerk erwartete uns Rudolf Münzenrieder von der Neusiedler See Tourismus GmbH, um uns über die Arbeit und Strukturen dieses Tourismusverbandes zu informieren und Fragen zu beantworten.

212 kl

So ging ein weiterer spannender Tag zu Ende 🙂

 

Donnerstag – heute wieder in Ungarn

Am Mittwoch zu den seenahen Lacken…

Nach dem Frühstück ging es mit den Fahrrädern – nicht wie ursprünglich geplant zu Fuß – zunächst zum Nationalparkzentrum in Illmitz. Dort wurden wir schon von Arno, unserem heutigen Begleiter, erwartet. Mit ihm ging es dann über den Geißelteller in Richtung Hölle, einem seenahen Gebiet in der Gemeinde Illmitz. Der erste längere Haltepunkt war am unteren Ende des Unteren Stinkersees. Hier konnten wir dann neben ersten Vogelbeobachtungen einiges über die seenahen Lacken erfahren. So erklärte uns Arno beispielsweise, dass es einen Unterschied zwischen Schwarz- und Weißwasserlacken gibt. Der Untere Stinkersee gehört im Gegensatz zum Oberen zu den Schwarzwasserlacken, was am dunkelbraunen Wasser des Sees/der Lacke zu erkennen ist.

Weiter ging es am Westufer des Unteren Stinkesees Richtung Norden. An einer Aussichtsplattform konnten wir nochmal einen schönen Blick über diese Lacke werfen. Von dort ging es zu der Koppel der Przewalski-Pferde, die hier für den Landschaftsschutz eingesetzt werden. Leider waren diese nicht zu sehen, dafür hatte man von hier aus nochmal einen tollen Blick auf den Neusiedler See mit Seevorgelände.

Arno nutze die Pause, um uns eingies über die Entstehung der Lacken und deren Salze zu erklären. Die Lacken haben einen Salzanteil von 20 Gramm pro Liter im Mittel. und enthalten im Gegensatz zum Meer kein Kochsalz sondern Sodasalze. Deshalb werden sie an vielen stellen auch als Zicklacken bezeichnet. Zick ist die ungarische Bezeichnung für Soda.

068 kl

Nächstes Ziel war dann der Obere Stinkersee, eine Weißwasserlacke. Hier konnten wir viele Vogelarten, insbesondere `Lemikolen beobachten. Neben Kampfläufern, Stelzenläufern und Sichelsäblern auch schwarze Wasserläufer und andere.

Dann ging es zurück nach Illmitz und nach der Mittagspause hatten wir einen Termin mit Alois Lang vom Nationalpark und Dr. Klaus Michalek, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Burgenland zum Thema Das Grüne Band Europa in der Region Ostösterreich-Slowakei-Ungarn-Slowenien im Nationalpark-Besucherzentrum. Anschließend dann kurz zum Hotel, Fahrräder abgeben und weiter zum Weinbaubetrieb Nekowitsch zu einer Betriebsbesichtigung mit Weinverkostung und Jause. Hier konnten wir den schönen tag in einer gemütlichen Atmosphäre „feucht-fröhlich“ beenden 🙂

 

Morgen dann mehr!

Am Mittwoch zu den seenahen Lacken…

Dienstag – bestes Wetter am Ort, wo der „Eiserne V0rhang“ sich zum ersten Mal öffnete

Einige Teilnehmende waren heute schon vor dem Frühstück unterwegs, um, auf Einladung von Benny, einem freien Mitarbeiter des Nationalpark, den wir gestern kennen gelernt haben, bei einer Vogelberingung am Rand des Schilfgürtels des Neusiedler Sees zuzuschauen. Das war wirklich eine tolle Erfahrung und das frühe Aufstehen hat sich in jedem Fall gelohnt.

Nach dem Frühstück ging es dann in den ungarischen Teil der Region. Am Gedenkplatz für das Paneuropäische Picknick haben wir unseren heutigen Begleiter, Miklos Kiss vom ungarischen Nationalpark Fertö – Hanság, getroffen.

Das Paneuropäische Picknick am 19. August 1989 gilt als wesentlicher Meilenstein der Vorgänge, die zum Ende der DDR und zur deutschen Wiedervereinigung und dem Fall des Eisernen Vorhangs führten. Mit Zustimmung beider Länder sollte bei der Veranstaltung ein Grenztor symbolisch für drei Stunden geöffnet werden. Zwischen 600 und 700 DDR-Bürger nutzten diese kurze Öffnung des Eisernen Vorhangs zur Flucht in den Westen. Es gilt auch als eine der Grundvoraussetzungen für die Entstehung des Grünen Bands Europa.

Von der Gedenkstätte sind wir dann nach Fertörakos gefahren und haben uns das dort das private, mitunter skurille Grenzmuseum angesehen und mit dem Besitzer, einem ehemaligen ungarischen Grenzsoldaten gesprochen.

Die Mittagspause in Fertörakos haben wir dann in einem sehr gemütlichen Restaurant, dem Gasthaus Huber verbracht. Bei sehr leckerem ungarischen Essen in nettem Ambiente konnten wir den Vormittag Revue passieren lassen und auch mit Miklos noch spannende Gespräche führen.

Nach dem Essen ist Mikos dann mit uns zu einem Aussichtspunkt am ungarischen Teil des Neusiedler Sees gefahren. Dort haben uns neben vielen anderen Vorgelarten die Löffler besonders begeistert.

585 kl596 kl487 kl

Zum Abschluss ging es dann noch zu einem Besucherzentrum des ungarischen Nationalparks, wo wir uns über alte Haustierrassen informieren konnten.

Auch das war alles in allem ein toller Tag und wir freuen uns schon auf morgen 🙂

 

Dienstag – bestes Wetter am Ort, wo der „Eiserne V0rhang“ sich zum ersten Mal öffnete

Montag – so kann es weiter gehen

Heute ging es nach einem leckeren Frühstück im Hotel Johannes Zeche zu Fuß zum Nationalparkinformationszentrum in Illmitz. Dort wurden wir von Alois Lang, dem zuständigen MItarbeiter für Öffenlichkeitsarbeit und Ökotourismus des Nationalparks empfangen. Herr Lang hat uns dann eine sehr interessante und kurzweilige Einführung über den Nationalpark Neusiedler See / Seewinkel gegeben, uns über die Arbeit des Nationalparks informiert und über Geschichte und Zukunft des Nationalpark und der Region berichtet.

20160704_093802

Nach der Mittagspause ging es mit Auto oder Fahrrad zum Seebad und Schiffaanleger von Illmitz am Neusiedler See. Dort erwartete uns schon Benny, ein freier Mitarbeiter des Nationalparks, um mit uns zunächst eine ca. einstündige Schiffstour über den See zu unternehmen. Unterwegs erfuhren wir viel Spannendes über den See, seine Eigenheiten, seine Flora und Fauna und über die Grenze zwischen Österreich und Ungarn, die mitten durch den See verläuft. Ähnlich wie wir das vom Schaalsee aus Norddeutschland kennen verlief hier der „Eiserne Vorhang“ zwischen West und Ost, zwischen Nato und Warschauer Pakt also mitten durch einen Binnensee.

 

Nach der Schiffstour führte uns Benny dann zu einer Hütte mitten im Schilfgürtel, die man nur im Rahmen von Exkursionen über den Nationalpark besuchen kann. Das war für uns alle sehr beeindruckend – ein einzigartiger Lebensraum für viele Vogelarten – von Rohrweihe bis kleiner Scharbe, der kleinen Verwandten des Komorans, von Drosselrohrsänger bis Moorente, von Haubentaucher bis Blässralle und die verschiedenen Reiherarten (Silber- und Purpurreiher) nicht zu vergessen. Auch die Fische (Rotfedern) im klaren Wasser und die Libellen waren sehr spannend.

 

Anschließend ging es dann noch zu einem Beobachtungspunkt am Rande des Schilfgürtels. Auch hier war die Vogelwelt sehr beeindruckend: Seidenreiher, Zwergseeschwalbe, Kiebitz, Grünschenkel…

 

Und dann hat uns beim Abendessen noch Herr Tauber, der Chef der Johannes Zeche, seine Geschichte zu dem Hotel erzählt – ein super Abschluss des Tages!

20160704_202109

Ein wirklich gelungener Tag bei herrlichem Wetter – so kann es weiter gehen 🙂

Montag – so kann es weiter gehen

Alle Teilnehmer_innen sind gut in Illmitz angekommen…

… das Hotel ist super – Zimmer, Abendessen, Service alles war top 🙂 – jetzt kann es endlich losgehen mit unserer Semianrreihe am Grünen Band Europa.

Ein erster Rundgang durch den Ort und das Kennen lernen sowie die Programmvorstellung haben wir hinter uns – das wird bestimmt eine tolle Woche mit vielen spannenden Eindrücken und Erlebnissen!

Die Salzlacken und ihre einzigartige Vogelvielfalt hat uns schon heute besonders beeindruckt.

 

Alle Teilnehmer_innen sind gut in Illmitz angekommen…