Donnerstag – unterwegs im ungarischen Teil des grenzüberschreitenden Nationalpark

Der ungarische Teil des Nationalparks Fertöd/Hansag war heute das Ziel nach dem  Frühstück. In Begleitung von Alois Lang ging es mit einem Neunsitzer-Bus und drei PKWs über Andau nach Ungarn in den östlichen Teil des dortigen Nationalparks. Hier war unser erstes Ziel ein Aussichtspunkt auf eine Renaturierungsfläche in der Kernzone des Hansag.

Alois erklärte uns die Besonderheiten dieses ehemaligen Niedermoorgebiets, das jetzt seit vielen Jahren renaturiert wird. Hier war wieder ein toller Platz zur Vogelbeobachtung. Neben Scharen von Graugänsen konnten wir Silber- und Graureiher, Kibitze und Seeadler bestaunen. Ein Seeadler hatte es sich zu unserer Freude auf einem toten Baum bequem gemacht und lies sich hervorragend beobachten.

Von hier ging es ein Stück weiter in einen anderen Teil der Kernzone, den wir auch schon vorr zwei Jahren besuchen konnten. Hier standen die Bienenfresser im Mittelpunkt unserer Beobachtungen.

Aber auch der schöne Erlenbruchwald kurz vorher war sehr beeindruckend!

Da die Zeit inzwischen schon etwas fortgeschritten war und sich so langsam Hunger und Durst ankündigten, ließen wir die Infostelle zum Hansag links liegen und fuhren direkt nach Fertöd. Dort wartete nach einer kleinen Runde durch den Park des dortigen Schlosses der Familie Esterhazy dann ein leckeres ungarisches Essen auf uns.

Nach der Stärkung ging es weiter über den Nationalparkhof Lazlomajor zur Schleuse am sogenannten Einserknal, mit dem bei Hochwasser der Neusiedler See in Richtung Donau entwässert  werden kann. Auch hier hatten wir noch einmal ein paar Minuten die Möglichkeit am dortigen Seevorgelände nach den Vögeln zu schauen -Säbelsschnäbler, Stelzenläufer und Löffler waren hier besondere Arten zum Bestaunen.

Das war aber noch nicht der letzte Programmpunkt für heute – Alois hatte noch eine Einladung zu einem aktuellen Ausgrabungsprojekt im Seewinkel südlich von Podersdorf, zu der wir ihn mit der ganzen Gruppe begleiten durften. Hier wurden wir vor Ort über die Ausgrabungen über Siedlungen aus dem 3. Jahrhundert, der Zeit des römischen Kaiserreichs, informiert. Scchon seid vier Jahren graben die Archäologen hier in der Gegend nach Überrestn von Besiedlungsnachweisen. Jedes Jahr überzeugen sie einzelne Bauern, Teile ihrer Felder nicht zu bewirtschaften, damit sie drei Wochen Zeit haben zu graben. Das war für uns alle sehr spannend und für die meisten eine ganz neue Erfahrung.

So geht auch dieser Tag bei heißem Wetter und mit vielen neuen Eindrücken zu Ende 🙂

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