Am Montag durch die Wildnis am Falkenstein

Nachdem gestern alle Teilnehmenden gut im Zwieseler Waldhaus angekommen sind, haben wir noch am Abend eine kleine Vorstellungsrunde gemacht und das Programm für die Woche vorgestellt.

Am Montag haben wir dann nach dem Frühstück einen kurzen Input zu Großschutzgebieten und zum hiesigen Nationalpark gegeben und dann ging es los gleich ins erste Wildnisgebiet, dass direkt hinter unserem Hotel anfängt. Hier im Urwald Mittelsteighütte haben wir die ersten tollen alten Tannen und Buchen entdeckt und konnten uns einen ersten Eindruck verschaffen, wie Wildnis hier aussieht, wenn der Mensch über viele Generationen nicht in die Natur eingreift.

Nach dieser ersten Runde sind wir dann zum Treffpunkt einer öffentlichen Rangertour hier gleich um die Ecke gegangen. Michael oder kurz Mich, ein Ranger des Nationalparks, der für diesen Bereich zuständig ist, ist mit uns und einigen anderen auf eine zweistündige Tour durch das zweite Wildnisgebiet, den Watzlik-Hain aufgebrochen. Unterwegs hat er ganz viel erklärt und uns die Besonderheiten dieser Bergwald-Wildnis aufmerksam gemacht. Einer der Highlights war sicherlich eine 54 Meter hohe Weißtanne, die mit einem Umfang von ca. 7 Metern die dickste Tanne Deutschlands ist.

Die Tour endete für uns am Schwellhäusl, wo wir dann gleich einen tollen Platz für die Mittagspause hatten.

Nach der Pause ging es weiter zunächst entlang des Triftkanals. Dort konnten wir den Teilnehmer*innen eine Krause Glucke, eine hier heimische Pilzart, zeigen, die wir bei unserer Vortour am Samstag entdeckt haben.

Weiter ging es dann in Richtung tschechische Grenze ans Grüne Band. Unterwegs konnten wir an vielen Stellen die Anwesenheit des Bibers erkennen. Neben vielen angenagten Baumstämmen, angestauten und überfluteten Waldflächen und Biberdämmen sogar eine Biberrutsche.

Leider wurde das Wetter immer schlechter, je näher wir der Grenze kamen. Eigentlich hatten wir geplant, hier eine weitere Pause zu machen und den Teilnehmenden etwas über das Grüne Band Europa zu erzählen. Leider fing es just als wir an der Grenze an zu regnen. Das Gewitter hatte sich vorher schon mit Donnergrollen angekündigt, so dass wir uns entschlossen haben, direkt en Heimweg anzutreten. Natürlich wurden wir dann auch ordentlich nass, was aber der Stimmung nicht schadete und die tollen Eindrücke des Tages nicht schmälerte. Den Input zum Grünen Band haben wir dann vor dem Abendessen im Hotel nachgeholt.

Das war ein schöner und informativer erster Seminartag – so kann es weitergehen!

Am Montag durch die Wildnis am Falkenstein

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