Ortswechsel am Mittwoch

Heute stand nach dem Frühstück erstmal der Ortswechsel an. Also Sachen packen und mit den Autos in Richtung Weinviertel nach Grub an der March weiterfahren. Doch bevor es los ging, hatten einige noch einen ganz besonderen Frühstücksgast.

Beim Frühstück ist ein Eisvogel gegen eine Glasscheibe geflogen und erstmal etwas benommen im Gras sitzen geblieben. Zum Glück ging es nach kurzer Zeit wieder besser und der kleine Kerl konnte weiterfliegen 🙂

Beim Winzerhof Küssler, unserer zweiten Unterkunft in Grub angekommen, hieß es nur kurz das Gepäck abstellen und dann weiter nach Bernhardsthal. Am dortigen ehemaligen Zollhaus wurden wir schon von Gabi Pfundner vom Naturschutzbund Niederösterreich erwartet, die mit uns zunächst auf einer Naturschutzfläche an der Grenze zu Tschechien unterwegs sein wollte, die der Naturschutzbund für 30 Jahre gepachtet hat. Hier konnten wir Naturschutzarbeit mal hautnah erleben. Auf dem kurzen Weg von den Autos zur Wiesenfläche hat uns Gabi schon die ersten Infos zu den Besonderheiten der Gegend gegeben. An der Wiese angekommen hieß es dann Rucksäcke ablegen und Rechen oder Heugabel aufnehmen. Die Wiese wurde in den vergangenen Tagen von einem Bauern im Auftrag des Naturschutzbundes gemäht. Auf einer größeren Fläche hat er aber das Heu nicht abgeräumt, weil er der Ansicht war, dass dieses sich nciht lohnt, weil die Qualität schlecht sei. Leider war das genau die besonderste Fläche auf der Wiese überhaupt, weil hier auf einer kleine Kuppe ein Sandrasen entsteht, der für Österreich etwas ganz besonderes ist. Sandrasen sind Magerrasen, die nur weiterbestehen können, wenn das Mahtgut abgeräumt wird. Also hieß es für uns Hand anlegen und das Heu von diesen Flächen runterbringen. Bei den Temperaturen heute eine schweißtreibende Angelegenheit, die aber allen viel Spaß gemacht hat und nach relativ kurzer Zeit bereits erledigt war.

Gabi hat uns dann dort an der Grenze zu Tschechien auch noch ein bisschen was über die Arbeit des Naturschutzbundes am Grünen Band und besonders in den March-Thaya-Auen erzählt.

Dann war aber auch mal Zeit für Picknick oder Jause, wie das hier in Österreich heißt!

Anschließned ging es zurück zu den Autos und weiter nach Drösing, wo uns Gabi ein größeres Gebiet mit Trockenrasen zeigen wollte, dass uns auch im letzten Jahr schon begeistert hat. Leider wurden wir schon nach ein paarhundert Metern nach Verlassen der Autos von gefühlt Millionen von Gelsen, wie die Stechmücken hier heißen, attackiert, so dass wir uns auf dem schnellsten Weg wieder zu den Autos flüchten mussten, um nicht aufgefressen zu werden. Das war ein nicht so schöner Abschluss des Tages, der so schön begonnen hatte. Auf jeden Fall wollen wir Gabi für die Tour danken und mach‘ dir keine Sorgen – für die Gelsen kannst du ja ganz sicher nichts 🙂

Und die anderen Insekten waren auf jeden Fall auch sehr spannend 😉

Am Abend sind wir dann noch gemeinsam zum Zeislwirt nach Ollersdorf gefahren. Ein schöner Abend mit leckerem Essen und Wein in schöner Atmosphäre 🙂

Ortswechsel am Mittwoch

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