Tag 1 im Böhmerwald…

… wenn die Woche so weitergeht, wird es super!

Nach dem Frühstück, das unter Corona-Bedingungen etwas längere Wartezeiten zur Folge hatte, haben wir zunächst eine Einführung in die Region gegeben – Infos über den Böhmerwald, Schutzgebiete im Allgemeinen und besonders über Nationalparks und zum Abschluss natürlich über die Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava.

Dann ging es direkt hinter unserer Unterkunft los im Urwaldsgebiet Mittelsteighütte, das wir schon nach wenigen Schritten erreicht hatten – ein wirklich wilder Teil des Nationalparks direkt hinter der Bebauung des Zwieselerwaldhaus – sehr beeindruckend.
Hier in einem der ältesten Schutzgebiete Bayerns, dass schon 1761 unter einen ersten Schutz gestellt wurde und seit 1936 Naturschutzgebiet ist, und einen typischen Bergmischwald mit Weißtannen, Fichten und Rotbuchen haben wir die Teilnehmer*innen dann einzelen den Wanderweg entlang geschickt, um diesen besonderen Wald ganz individuell erleben und erfahren zu können. Am Ende des Urwaldgebiets haben wir dann die Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht und vertieft.

Von hier ging es weiter durch die Entwicklungszone des Nationalparks in Richtung des zweiten Urwaldgebiets hier im nördlichen Nationalpark am Falkenstein. Die Wanderung durch die Entwicklungszone war dann Kontrastprogramm zu der Wildnis des Urwaldgebiets. Hier wird gerade aufgrund des enormen Befalls der FIchten durch den Borkenkäfer und der damit verbundenen großen Flächen an toten Fichtenforsten ganz viel Holz gefällt und aus dem Wald gebracht.
Dann wieder ein ganzes anderes Bild. Je näher wir dem zweiten Urwaldgebiet kommen, desto „wilder“ wird es wieder. Schließlich erreichen wir den Hans Watzlik Hain mit der größten Weißtanne des Bayerischen Waldes mit einer Höhe von deutlich über 50 Metern, einem Stammdurchmesser von über 2 Metern und einem Umfang von knapp 7 Metern – ein sehr beeindruckender Baum. Auch der Pfad duch dieses Urwaldgebiet hat uns alle sehr beeindruckt.

Zurück auf dem Forstweg ging es dann weiter Richtung Schwellhäusl, wo wir unsere Mittagspause geplant hatten. Unterwegs gab es dann schon erste Spuren des Bibers zu erkennen, mit dem wir uns dann später noch beschäftigen wollten.

Nach der Mittagspause im Schwellhäusl mit einem leckeren bayerischen Essen ging es entlang des Schwellgrabens, einem ehemaligen Triftkanals, und weiter in Richtung tschechischer Grenze und damti auch zum Grünen Band. Unterwegs haben wir noch ein kleines Spiel zur Naturwahrnehmung über das Fühlen gemacht und weitere beeindruckende Spuren des Bibers samt Biberrutsche entdeckt.

An der Grenze angekommen, gab es dann noch Infos zum Grünen Band Europa und zur Besinnung noch den deutschen Liedtext zu „Winds of Change“ von den Scorpions, der die Stimmung und die Zeit des Falls des Eisernen Vorhangs sehr prägnant beschreibt. Natürlich haben wir dann auch vor Ort den Titel in der Originalversion noch gehört.

Mit vielen Eindrücken und Informationen ging es anschließend zurück zum Hotel – so geht dieser Seminartag mal wieder sehr schnell vorüber 🙂

Tag 1 im Böhmerwald…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s