Am Freitag bei Auring

Am Freitag fahren wir nach dem Frühstück nach Hohenau. Dort treffen wir Ute Nüsken vom Verein Auring. Sie wird mit uns zur Vogelberingungsstation des Vereins fahren. Dort können wir uns dann die Vogelberingung anschauen und werden viel über die Arbeit des Vereins erfahren.

Nach einer Pause im Vereinsheim geht es dann weiter mit Ute zum Dreiländereck Slowakei, Tschechien, Österreich. Hier mündet die Thaya in die March. So schließt sich dann der Kreis der Seminarwoche und nach den üblichen Formalitäten zum Seminarende und der Feedbackrunde haben die Teilnehmenden nochmal Zeit, die Gegend auf eigene Faust zu erkunden.

Am Abend gibt es dann im Winzerhof Küssler einen Winzerabend mit Jause und Weinprobe. Ein sicher schöner Abschluss für unser Seminar am Grünen Band Europa!

Am Freitag bei Auring

Auf der March am Donnerstag

Nachdem wir ja am Mittwoch schon zu Fuß in der Marchaue unterwegs waren, wollen wir am Donnerstag auf der March unterwegs sein.

Dafür geht es nach dem Frühstück nach Angern. Dort treffen wir Barbara vom Storchenhaus Marchegg, die uns heute begleiten wird. Sicher sind dann auch schon unsere Paddelboote vor Ort und wir können nach einer kurzen Paddeleinführung lospaddeln. Unser Weg führt uns die March abwärts, die hier die Grenze zwischen Österreich und der Slowakei bildet und zur Zeit des Kalten Krieges Teil des Eisernen Vorhangs zwischen Warschauer Pakt und NATO war.

Von Angern führt unsere Tour bis Marchegg, dass wir nach ca. vier Stunden erreichen werden. Unterwegs wird uns Barbara sicher mit vielen Infos versorgen. In Marchegg heißt es dann – Boote aus dem Wasser ziehen und dann erstmal Mittagspause im dortigen Schlossgarten.

Nach der Pause wird uns Barbara dann noch zu Fuß durch das WWF Naturreservat Marchauen führen. Die Attraktion hier sind die vielen Weißstörche, die hier nicht nur auf Gebäuden sondern auch auf Bäumen brüten.

Nach einem anstrengenden aber auch sehr spannenden tag geht es dann zurück nach Grub zu unserer Unterkunft.

20190718_095403
20190718_131414
Auf der March am Donnerstag

Von der Thaya an die March

Am Mittwoch werden wir nach dem Frühstück uns von der Liebnitzmühle in Raabs verabschieden und mit den Autos nach Grub an der March fahren.

Dort werden wir dann schon von Gabi Pfundtner vom Naturschutzbund Niederösterreich erwartet. Sie wird mit uns eine Tour in die Marchauen machen. Dort hat der Naturschutzbund Flächen erworben, die wir uns anschauen wollen. Sicher gibt es dort auch etwas für uns zu tun, so dass wir mal ausprobieren können, wie Landschaftspflege funktioniert mit allen Wiedrigkeiten, die eine Aue so hergibt: Wasser, Natur, Gelsen…
Außerdem wird uns Gabi auch über die Arbeit des Naturschutzbundes am Grünen Band informieren und uns Infos zur March geben.

Anschließend geht es zurück nach Grub zu unserer neuen Unterkunft, dem Winzerhof Küssler. Dann können wir unsere Zimmer beziehen, uns einen schönen Ort zum Abendessen suchen und bei dem ein oder anderen Glas leckeren Wein den Tag ausklingen lassen.

Wir freuen uns auf den schönen Tag!

Von der Thaya an die March

Der Dienstag im Nationalpark

Am Dienstag fahren wir nach dem Frühstück nach Hardegg zum Infozentrum des Nationalparks Thayatal. Dort treffen wir einen Mitarbeiter des Nationalparks, der uns über die Besonderheiten, die Arbeit des Nationalparks und die Zusammenarbeit mit den tschechischen Kolleg*innen im benachbarten Nationalpark informiert. Anschließend haben wir dann Zeit, uns die Ausstellung im Infozentrum anzuschauen.

Nach der Mittagspause geht es dann mit einem Ranger des Nationalparks auf eine Exkursion durch den Nationalpark. Die Tour zum sogenannten Umlaufberg hat uns schon im letzten Jahr sehr begeistert. So gegen 17 Uhr geht es dann zurück nach Raabs.

Der Dienstag im Nationalpark

Ab heute sind die Grenzen nach Österreich wieder für alle offen …

… und damit auch Reisen zu unseren Nachbarn erlaubt. Das heißt, dass wir auch unser Seminar am Grünen Band Europa – durch das Thayatal und die Marchauen wie geplant durchführen können. Vom 12. bis 18. Juli werden wir in den beiden Flussauen unterwegs sein, um die Besonderheiten der Region, die herausragenden Lebensräume und historische Bedeutung kennen zu lernen.

Bis zum Beginn des Seminars wollen wir euch hier wieder nach und nach das Programm vorstellen und werden heute mit dem Programm für den Montag beginnen:

Nach dem Kennenlernen und der Programmvorstellung am Sonntagabend werden wir am Montag nach dem Frühstück rund um Drosendorf, einer Nachbargemeinde von Raabs, an der österreichisch-tschechischen Grenze unterwegs sein. Auf dem Natura Trail am Grünen Band: „Das Thayatal bei Drosendorf – Steile Hänge und schroffer Fels“ wollen wir die Gegend erkunden und Informationen zum Grünen Band Europa, zum Grünen Band Österreich und zur Region geben. Nach ca. 12 km inklusive Picknick werden wir so gegen 17 Uhr die Rückfahrt nach Raabs antreten.

Ab heute sind die Grenzen nach Österreich wieder für alle offen …

Dokumentation unserer Seminarreihe am Grünen Band Deutschland

Jetzt ist es schon über ein halbes Jahr her, dass wir den letzten Bildungsurlaub unserer Seminarreihe am Grünen Band Deutschland beendet haben. Im Laufe der Woche im August am Grünen Band zwischen Saale und tschechischer Grenze habe ich mir vorgenommen, meine vielen Bilder und die Blogbeiträge zu sichten und in eine Dokumentation zu packen. Über den Winter war ich fleißig und jetzt ist sie fertig:

Buch Grünes Band Deutschland Vorderseite.jpg

Ca. 200 Seiten mit vielen Bildern, den Tagesberichten und Zitaten von Zeitzeugen, die wir unterwegs getroffen oder von denen wir gelesen haben.

Die Dokumentation kann bei uns angefordert werden. Einfach eine E-Mail mit Namen  und Lieferadresse senden an info@dgb-bildungswerk-hessen.de mit dem Betreff „Bestellung Dokumentation Grünes Band“.

Dokumentation unserer Seminarreihe am Grünen Band Deutschland

Am Freitag dann noch mal zurück und nach vorne schauen

Nach Frühstück und Zimmer räumen haben wir uns am Freitag mit den Teilnehmer*innen getroffen, um die Erfahrungen und Eindrücke der Woche nochmal zu reflektieren und eigene Einschätzungen zum Grünen Band in der Region  zu entwickeln. Dann noch die übliche Seminarkritik und dann geht auch dieses Seminar am Grünen Band Europa zu Ende.

Wir freuen uns schon auf die Bildungsurlaube am Grünen Band Europa im nächsten Jahr – dann wieder an Thaya und March im Juli und im August im Böhmerwald. Genauere Infos dazu gibt es bis Mitte November. Anmeldungen für beide Seminare nehmen wir voraussichtlich ab dem 18. November 2019 entgegen.

Hier – wie immer – noch ein paar Impressionen der letzten Woche. Diesmal ganz unter dem Zeichen „Pilze“ 🙂

Am Freitag dann noch mal zurück und nach vorne schauen

Am Donnerstag im Sumava-Nationalpark

Heute ging es nach dem Frühstück mit den Autos nach Tschechien, um dort mit Pavel Becka im Sumava unterwegs zu sein. Auf einem Parkplatz irgendwo im Nirgendwo des Nationalparks wartete Pavel schon auf uns, um dann gemeinsam noch ein paar Kilometer zu einem weiteren weiterzufahren. Pavel ließ sein Auto am ersten Parkplatz stehen – dort war heute das Ziel unserer Wanderung – und irgendwie mussten zumindest unsere Fahrer*innen  ja zurück zu unseren Autos kommen.

Dann konnte es losgehen und schnell wurde uns klar, dass der Nationalpark hier in Tschechien an vielen Stellen ganz anders aussieht, als drüben in Bayern. Hat der Nationalpark Bayerischer Wald 95 Prozent Waldfläche, gibt es im Sumava immerhin 20 Prozent offene oder halboffene Lebensräume. Diese haben einen kulturellen Hintergrund. Hier gab bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhundert  Siedlungen mit umliegender Weidenutzung. Erst der Eiserne Vorhang und damit verbunden der Ausbau der Grenzsperranlagen hat zur Umsiedlung der Bevölkerung und der Zerstörung der Orte geführt, wie wir das auch von unserer Reise am Grünen Band Deutschland schon kennen. Teilweise wurden die alten Häuser als Ziele des dann eingerichteten Truppenübungsplatzes genutzt und von Panzern beschossen. Heute ist von den Orten so gut wie nichts mehr übrig und nur die offenen Flächen zeugen von der Vergangenheit. Diese offenen Flächen sollen auch im Nationalpark erhalten bleiben. Zum einen sind sie als Natura-2000-Gebiete ausgewiesen und damit zum anderen auch besondere Lebensräume für seltene Arten wie den Wachtelkönig oder andere.

Die Mischung aus Waldgebieten und Offenland hat uns sehr gut gefallen und gerade die Tour entlang des Flusses Kremelná hat uns begeistert.

Vielen Dank nochmal an Pavel für die tolle Vorbereitung, die vielen spannenden Informationen und die schöne Tour 🙂

Am Donnerstag im Sumava-Nationalpark

Am Mittwoch zum Rachelsee und weiter zur Racheldiensthütte

Heute ging es erstmals mit den Autos nach dem Frühstück nach Spiegelau. Am dortigen P&R-Parkplatz erwartete uns bereits unsere heutige Begleitung – Marianne, eine ehremamtliche Waldführerin im Nationalpark. Mit ihr gemeinsam bestiegen wir den Bus zum Gfäll. Nach einer Einleitung von Marianne zu ihrer Arbeit, ihrer Geschichte und ihrer Beziehung zum Nationalpark machten wir uns dann auf den Weg unterhalb des Rachels in Richtung Rachelsee – ein an vielen Stellen toller Weg mit sehr viel abwechslungsreicher Walddynamik. Ständig wechselten die Eindrücke und der Wal sah nach jeder Biegung wieder ein bisschen anders aus. Unterwegs hat uns Marianne immer wieder etwas gezeigt und erklärt, so dass es immer was zu hören, sehen und verarbeiten gab.

Am Rachelsee angekommen hieß es erst mal picknicken, was bei diesem herrlichen Panorama noch mehr Spaß machte.

Vom Rachelsee ging es dann auf die zweite Etappe zur Racheldiensthütte. Auch hier wieder immer neue Ansichten und Einsichten des Waldes und herrliche Streckenabschnitte. Von der Racheldiensthütte ging es wieder mit dem Bus zurück nach Spiegelau und weiter mit den Autos zum Hotel.

Ein toller Tag – nochmal vielen Dank an Marianne für die Tour!!!

Am Mittwoch zum Rachelsee und weiter zur Racheldiensthütte

Dienstag rund um das Nationalparkzentrum Falkenstein

Heute ging s nach dem Frühstück zu Fuß in Richtung Lindbergmühle. Eigentlich wollten wir dort wieder einen Ranger treffen, um ihn bei seiner Arbeit zu begleiten. Leider war er nicht am Treffpunkt, den uns der Nationalpark genannt hat.

Also hieß es Programmänderung und Improvisation. Wir haben dann auf dem Weg zum Nationalparkzentrum Falkenstein viele Infos über die Entstehung  von Waldwildnis gegeben und mit den Teilnehmer*innen unser Tastspiel zu Erkennung von Naturgegenständen und zur Anregung des Tastsinns gespielt – heute mit dem Schwerpunkt Lebensraum Wald und natürliche Suksession.

Am Nationalparkzentrum angekommen, sind wir dann zunächst durch das Tierfreigelände gegangen, um dort Wildpferde, Auerochsen und Luchse zu entdecken. Wir hatten das große Glück wirklich alle Tiere zu sehen, was bei den großen Gehegen hier, wirklich ein großer Zufall ist. Insbesondere die Luchse haben uns sehr begeistert.

Dann stand die Pause am Haus zur Wildnis an. Kaffee, Kuchen, vielleicht ein kühles Helles und dann noch eine Runde durch die Ausstellung, jede*r individuell nach eigenem Tempo und Interesse.

Bevor wir uns auf den Weg zurück machten, sind wir noch beim Wolfsgehege vorbei und hatten auch hier das Glück, dass sich ein Wolf zeigte und direkt vor uns vorbeilief.

Dann ging es auf einem sehr schönen Weg zurück zum Zwieseler Waldhaus.

Auf unserem ganzen Weg heute, haben uns – ähnlich wie schon gestern – die vielen tollen Pilze begeistert.

Nach dem Abendessen zeigten wir dann noch einen Film über den Nationalpark Bayerischer Wald, was den Tag sehr schön abgerundet hat.

Dienstag rund um das Nationalparkzentrum Falkenstein